Zweiter Tag in Delhi

Das Highlight des heutigen Tages war definitiv Humayun’s Tomb. Ähnlich wie das Taj Mahal ist es eine pompöse, antike Grabstätte. Hier sind wir eine Weile herumgelaufen und haben Fotos und Panoramen gemacht. Der Eintritt für Inder kostet 10Rs (0,13€), für Ausländer 250Rs (etwas über 3€). Das ist ganz oft so, dass Touristen mehr bezahlen müssen. Für uns ist das ja auch nicht teuer, aber komisch ist es trotzdem.

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Humayun's Tomb

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Gräber

Auf den Straßen laufen unheimlich viele Straßenhunde herum. Außerdem haben wir heute Kühe, Affen und Streifenhörnchen gesehen. Weiterhin ist es total auffällig, dass die Männer vorzugsweise auf die Straße spucken. Mal eben schnell auf der Straße die Autotür aufgemacht und eine Ladung auf den Boden gerotzt. Ekelhaft. Bei manchen Sehenswürdigkeiten gibt es deshalb auch schon Verbotsschilder, dass man dort nicht spucken darf.
Noch ein bisschen störender finde ich die vielen Männer, die sich an Mauern, Ecken und Straßenrändern (selbst auf Schnellstraßen) erleichtern.

Ein weiteres Merkmal ist die Stromverkabelung. Hauptsache chaotisch. Hier auf dem Foto hängen die Kabel im Baum…

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Stromkabel in Indien

Die Bäume sind auch wieder interessant. An vielen Straßen stehen links und rechts Bäume. Auch auf Parkplätzen sprießen sie querbeet aus dem Boden. Die vielen Autos müssen sich dann ebenfalls querbeet drum herum quetschen. Hier wäre ich ganz sicher niemals freiwillig Fahrer!Überhaupt ist die Parksituation schlimm. Es gibt keine Parkhäuser oder eingezeichneten Bereiche im Zentrum. Stattdessen wird sich in die winzigsten Lücken gequetscht. Zur Not auch in zweiter oder dritter Reihe. Wenn man nicht mehr rauskommt, ist stets ein Assistent zu Hilfe, der die störenden Autos zur Seite schiebt und einem Zeichen gibt, wie weit man noch fahren kann. Für den Job kriegt man pro Auto 10-20Rs (13-26cent).

Am Nachmittag habe ich dann meine erste indische Kokosnuss getrunken. Frisch aufgehackt vom Obstladen an der Straße. Lecker und gesund.

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Kokosnuss

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Obstladen an der Straße

Am Abend haben wir Noida besichtigt und dort in einem Kebab Buffet gegessen. Hier wurde das Essen serviert. Normalerweise holt man sich bei einem Buffet ja alles selbst.
Die Entdeckung war gegrillte Ananas. Allerdings müssen wir auch ein bisschen danach schauen, dass wir nicht zu scharf essen. In Deutschland sind wir das nämlich nicht gewöhnt und wir wollen unsere Mägen ja auch nicht überstrapazieren…

Morgen geht die geführte Tour los. Bis dahin irren wir dann noch als Einzelgänger durch die Gegend. Ich bin schon sehr gespannt, aus welchen Ländern die Teilnehmer dieses Mal kommen und hoffe auf eine schöne gemeinsame Reise, sowie die ein oder andere Freundschaft 😉 stay tuned, ich schreibe morgen bestimmt mehr dazu