Zusammenfassung der kuriosesten Erlebnisse in Paris

Begegnungen mit Menschen 

 

Die Suche nach der Unterführung zum Triumphbogen
Etliche Runden sind wir durch die Metrogänge gelaufen, habe diverse Ausgänge ausprobiert und keinen Weg zum Triumphbogen gefunden. Schließlich hat Jessi einen Passanten angehalten und nach dem Weg gefragt. Dieser war super nett und hat versucht ihr den Weg zu zeigen. Dabei hat er einfach ihre Hand genommen und sie dann durch das Gewirr der verschachtelten Tunnel geführt. Er wusste den Weg auch nicht, aber immerhin hat er es geschafft uns irgendwann ans Ziel zu bringen. Wirklich sehr nett!

Des Bisous
Meine treuen Begleiterinnen sitzen erschöpft auf einer Bank und warten darauf, dass ich mein Panorama fertig habe und wir weitergehen können. Plötzlich kommt ein Schwarzer und spricht sie an. Beide verstehen kein Wort. Auf einmal gibt er beiden Küsschen auf die Backen + Hände und geht dann weiter.

französische Müllentsorgung
Andere Länder, andere Sitten. Aus Deutschland kenne ich es ja wie folgt: man wirft seinen Müll in den Mülleimer und dieser wird später in eine Mülltonne verfrachtet. Von dort aus holt die Müllabfuhr alles ab und es ist weg. In Frankreich scheint man das anders zu machen. Oder vielleicht auch nur in den Hotels?! Wer weiß, jedenfalls habe ich meinen Müll im Klo wiedergefunden! Was immer sich die Putzfrau dabei auch gedacht haben mag…

 

Sprachen

 

komischer Kellner
Wir sitzen in einem Restaurant und rackern uns ab, um unsere Bestellung auf Französisch aufzugeben. Der Kellner spricht auch nur Englisch mit uns. Kurz darauf kommt eine deutsche Gruppe an den Nachbartisch und der Mann sagt zu dem gleichen Kellner “mach ma ein Foto von uns”. Offenbar hat der Kellner alles verstanden, denn er macht promt ein Foto von der Gruppe, nur vor uns hat er seine Deutschkenntnisse verheimlicht.

Aufzugsuche auf dem Eiffelturm
Wir befinden uns auf der zweiten Plattform vom Eiffelturm und sind auf dem Weg nach unten. Dann fragt ein Mädel uns auf Englisch, wo man denn auf die 3. Plattform kommt. Jessi müht sich auf Englisch ab, um ihr zu erklären, wo sie lang gehen muss. Kaum ist das Gespräch beendet, ruft das Mädel ihren Freunden zu “alles klar, wir müssen da lang”. Hätten wir auch einfacher haben können…

 

Reaktionen auf das Kamera-Equipment

 

Abends am Triumphbogen
Ich habe mein Stativ aufgebaut und bin gerade mitten in den Aufnahmen für ein Panorama. Zur Zeit des Aufbaus war alles relativ ruhig, kaum ging es los kamen aus allen Richtungen etliche Leute auf mich zu. Ich habe eh den Eindruck, dass ein Stativ als Magnet fungiert. Wahrscheinlich denken sich die Leute, die sieht da ein Motiv, von dort aus muss es gut sein – geh ich da auch mal hin. Ich will mich ja gar nicht beschweren über die Leute, sie können ja nicht wissen, dass mich das stört bei einer Rundum-Aufnahme. Also warte ich ab. Manche sind so dreist und stellen sich knapp vor meine Linse und machen dann Familienporträts. Erst der eine, dann der nächste, dann als Gruppe, dann noch mal mit Blitz. Bevor sie mit ihrer Session durch sind und weggehen, kann es sowieso nicht weitergehen. Ärgerlich ist nur, wenn dann sofort die nächsten kommen. Noch schlimmer ist es, wenn nicht alles aufs Bild passt und sie dann rückwärts immer näher an mein Stativ heranlaufen. Zum Glück hat es keiner umgerannt, sonst hätte ich ja noch mal ganz neu anfangen müssen.
Irgendwann nagt dieses ganze Vorgehen dann doch an der Geduld und man kommt auf böse Gedanken, wie z.B. sich selbst auch mal in den Weg zu stellen. Also habe ich mich dann halt auch mal ein bisschen breit gemacht. Zack beschwert sich der Mann, dass ich weggehen soll. Wenn ich auch nur ein bisschen Charme hätte, solle ich doch mal für 30Sekunden aus dem Weg gehen. Eigentlich hatte ich das gar nicht vor, weil mir sind sie ja auch für mehrere Minuten nicht aus dem Weg gegangen, doch dann hat er mich quasi einfach weggeschoben. Nachdem sie mit dem Foto durch waren meinte er dann ich könne stolz auf mich sein, dass ich Platz gemacht habe… das war dann wohl nix und seitdem ist es mir auch vergangen abends Bilder zu machen: einfach zu viel los.

Mach doch die Kamera ein bisschen tiefer, du siehst doch gar nichts
Morgens beim Fotografieren in La Défense kamen ständig Arbeitnehmer an mir vorbei. Vermutlich auf dem Weg ins Büro. Die meisten waren zu beschäftigt, haben vielleicht mal kurz rübergeschaut, das wars. Eine Gruppe von Männern war jedoch in guter Laune und beim Vorbeigehen ruft mir einer auf französisch zu, dass ich mein Stativ doch ein bisschen niedriger einstellen soll, ich würde ja gar nichts sehen. Dann wäre es doch einfacher. Was er danach gesagt hat, war mit meinem begrenzten Wortschatz leider nicht zu verstehen. Naja, ich habe mir dann die Erklärung gespart, weshalb das Stativ größer sein muss, als ich. Nicht mal auf deutsch verstehen die Menschen was ich tue, wenn ich es ihnen erkläre. Wie soll ich es dann also auf französisch erkläre?

Das Stativ muss umgelegt werden
Während Jenni und Jessi sich das Panthéon von innen ansehen, sitze ich gemütlich auf den Stufen davor und ruhe mich von den Strapazen der letzten Tage aus. Ziemlich müde sitze ich da und auf einmal kommt eine Frau und teilt mir mit, dass Stative hier verboten sind. Davon war jedoch vorher nichts zu sehen (beim Triumphbogen war wenigstens ein Hinweisschild angebracht). Toll. Ich sage ihr, dass ich es nicht benutze. Das gefällt ihr immer noch nicht. Sie meint ich muss es flach auf den Boden legen. Warum?! Keine Ahnung. Ich lege es um und sie ist zufrieden. Verstehen tue ich es trotzdem nicht, es ist doch immer noch das gefährliche Stativ, einfach ein paar cm weiter unten. Bescheuerte Regeln haben die da.

Neugierde
Manche Menschen scheinen sich sehr für Kameramodelle zu interessieren. Ab und an reicht es ja aus, wenn sie einfach im Vorbeigehen feststellen, dass ich ein Fisheye-Objektiv benutze. Andere Härtefälle stecken ihre Birne direkt vor die Kamera und lesen sich die Informationen auf der Linse durch (nein, das stört natürlich gar nicht).

Location-Scouting
Von Zeit zu Zeit könnte man der Meinung sein, dass ein Stativ anziehend auf die Menschen wirkt. Ich suche mir einen Standort aus, der leer wirkt, baue dort meine Ausrüstung auf und zack ist alles voll. Als gäbe es woanders keine Ecken, an denen man fotografieren könnte. Ich habe ja stark die Vermutung, dass sie denken wo ein Stativ steht, muss es auch ein gutes Motiv geben.

Mach doch mal ein Foto von mir
Neben den bereits erwähnten Nervensägen gibt es auch immer mal wieder Menschen, die einem Begegnen und dann fragen, was man so tut. Dann berichte ich, dass ich Panoramen aufnehme. Meistens kommen sie dann auf die tolle Idee, dass ich doch ein Foto von ihnen machen soll (die haben dann auch oft gar kein Verständnis dafür, wenn ich es nicht mache). Wozu braucht man denn auch schon ein Foto von wildfremden Menschen?!