Zeit für einen Inselwechsel

Wellington hat uns nicht so gut gefallen, deshalb ist es nur gut, dass wir heute wieder weiterziehen mussten.
Zur Abwechslung ging es mal mit der Fähre weiter zur Südinsel.
Das Wetter war gegenüber meiner Befürchtungen doch nicht so stürmisch (letzte Nacht hat es sogar im Zimmer gezogen weil die Fenster wohl nicht mit deutscher Gründlichkeit abgedichtet wurden) und die Überfahrt verlief ganz angenehm.
Die Südinsel hat uns mit einer Fahrt durch einen netten Fjord begrüßt.
Auch Picton sah vom Schiff aus nach einem netten Hafenörtchen aus, aber da wir einen Anschlussbus gebucht hatten, mussten wir gleich weiter nach Nelson fahren.
Das ist nun auch unser zu Hause für die nächsten zwei Nächte.
Ab jetzt wird die Reise so richtig anstrengend, denn wir bleiben nie mehr länger an einem Ort.
Also noch mehr Koffer packen und schleppen. Ab einer gewissen Reisedauer wird das ganz schön anstrengend und ich denke die haben wir mittlerweile erreicht.

Tschüss, Wellington – auf nimmer Wiedersehen =)

Nelson sieht wieder ganz hübsch aus und wir haben auch endlich freies WLAN (deshalb hat es auch ein bisschen gedauert mit den anderen Posts).
Allerdings kann man scheinbar überall unschöne Erfahrungen machen.
Zum Beispiel wurden wir ausgehupt, weil wir bei GRÜN über die Fußgängerampel gegangen sind.
Wahrscheinlich hätte mich das nicht weiter interessiert, wenn ich mich nicht so sehr erschreckt hätte dabei.
Wann sollen wir denn sonst gehen, wenn nicht bei grün?!

Und nun kommt das absolute “Highlight” des Tages.
Seit längerem sind wir auf der Suche nach “billigem” Supermarktbier aus Neuseeland.
Schließlich wollen wir mal was aus dem Reiseland probieren, aber in der Bar kostet es ein kleines Vermögen, daher dieser Weg.
Also sind Jenni, Franky und ich zum Supermarkt gegangen, um dem Ziel näher zu kommen.
Wir sind ja erst 23 Jahre alt und sehen wohl auch nicht älter aus, denn bis 25 wird man an der Supermarktkasse nach dem Ausweis gefragt.
Kein Problem, dachten wir.
Nur hatte ich dummerweise den Reisepass in der anderen Tasche, die im Hostel stand.
Aber für alle Fälle hatte ich ja schlauerweise meinen Personalausweis dabei und ich wurde schließlich auch nach einer “ID-Card” gefragt.
Also habe ich der Verkäuferin den Perso hingehalten.
Die kann das natürlich nicht alleine authentifizieren, sondern ruft ihre Kollegin dafür zur Hilfe.
Die Kollegin will jedoch einen Passport haben (weil auf dem Perso ja auch ein Bild, mein Name und mein Geburtsdatum in Englisch stehen).
Tja, zack war das Bier dann weg.
Mein Vorschlag, dass Jenni meins mitbezahlt, weil sie den Reisepass dabei hat, fanden die beiden dann auch sowas von unmöglich, dass sie sicherheitshalber Jenni auch gleich ihr Bier weggenommen haben.
Zack war die zweite Dame auch weg und man fühlt sich wieder so in das lang entfernte Alter zurückgesetzt, wo man tatsächlich noch keinen Alkohol kaufen durfte.
Vielleicht war auch Franky nicht ganz so förderlich bei der Sache und hat uns noch jünger aussehen lassen. Wer weiß. Jedenfalls ist mir die Lust was zu probieren deutlich getrübt worden.

Bleibt zu hoffen, dass der kostenlose Schokopudding mit Eis in unserem Hostel wenigstens schmeckt und das tolle Supermarkterlebnis wieder ein bisschen gut macht.