Weiterfahrt nach Franz Josef

Um 6 Uhr klingelt der Wecker. Das dritte mal früh aufstehen in Folge – mit Erholung hat dieser Trip wirklich nicht viel zu tun. Dafür steht ja auch eine sehr lange Fahrt an und je eher es losgeht, desto früher kommt man auch an. Heute ging es wieder mit unserem altbekannten nakedbus los. Schon die vorletzte Fahrt, da wurde ich fast schon melancholisch… im Süden der Südinsel kommt man nämlich nur noch mit dem Intercitybus gescheit voran.
Hier unten ist das Verkehrsnetz auch insgesamt weniger gut ausgebaut. Die Strecke, die wir heute gefahren sind, wird nur 3x wöchentlich angeboten – da lohnt es sich durchaus wenn man frühzeitig alles so plant, dass man dann genau zu den Fahrtagen startklar ist zum Weiterfahren.
Da wir etwa 10 Stunden unterwegs waren (mit dem gleichen Busfahrer) hatten wir heute mal richtig lange Stops. Sonst waren es nur so 5-10 Minuten, heute 25-45 Minuten pro Stop. Daher hatten wir in Punakaiki auch genügend Zeit, um noch bei den Pancake Rocks vorbeizuschauen. Eigentlich standen die sowieso auf unserer Liste, ließen sich aber nicht mit extra Übernachtungsstop in unsere Planung einbauen, von daher waren wir gleich doppelt froh, dass das heute dann so unkompliziert funktioniert hat. Noch dazu hat es hier dann auch super gut aufgeklart, was will man mehr.
Die Felsen wurden vom Meer so abgewaschen, dass sie aussehen sollen wie aufeinander gestapelte Pfannkuchen. Mit etwas Phantasie kommt es schon hin.

Am frühen Abend haben wir unseren nächsten Übernachtungsstop Franz Josef erreicht. Dies ist ein kleines Bergdorf mit Blick auf den Rand vom Gletscher – zumindest sieht man Schnee auf den Bergen…
Hier in der Nähe ist auch wieder das Meer und sogar der Regenwald: ganz viele verschiedene Landschaften treffen also aufeinander.
Insgesamt erscheint mir die Südinsel bisher auch deutlich grüner, als die Nordinsel, aber noch haben wir ja nicht so viel gesehen.

Blick von Franz Josef aus