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London II

London bietet unzählige Fotomotive und so haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen einen Abend mit Kameras und Stativen loszuziehen und uns mit den Lichtern der Stadt auszutoben.
Leider ist unser Hotel sehr weit außerhalb und ab Sonnenuntergang hatten wir quasi nur drei Stunden, bis zur letzten U-Bahn zurück. In Eile ging es zunächst zur Tower Bridge, dann zum London Eye & Big Ben und schließlich noch zum Piccadilly Circus.
Hoffentlich sind die Belichtungsreihen brauchbar und es sind ein paar hübsche Bilder dabei rausgekommen… das zeigt sich dann aber erst in den nächsten Wochen.. hier schon mal ein erster Vorgeschmack:

Tower Bridge
London Eye
Big Ben
Piccadilly Circus mit dem typischen roten Doppeldeckerbus

Gestern habe ich dann das Hochhaus “The Shard” besichtigt. Es soll die höchste Aussichtsplattform in London sein und kostet entsprechend auch nicht wenig. Soweit ich das verstanden habe, wurde “the view” erst 2012 eröffnet, also kein Wunder, dass ich es noch nicht hoch geschafft habe.
Für die 24,95Pfund (Vorverkaufspreis) hätte ich mir etwas mehr gewünscht (z.B. eine richtige Outdoor-Fläche zum Fotografieren ohne Spiegelungen in den Scheiben). Aber auch so war die Aussicht nicht schlecht.

The Shard
Aussichtsplattform
Blick auf die Millenium Bridge und St. Pauls
Blick auf die Tower Bridge und City Hall

Abends haben wir uns mit Caroline getroffen, die wir bei der Schottlandrundreise kennengelernt haben. Passenderweise wohnt sie in London und wir haben ein paar Tage London-Sightseeing an Schottland angehängt, also hat es der Zufall gut mit uns gemeint.
Zusammen haben wir ein “Pimm’s” getrunken (ich kannte das Getränk aus mehreren britischen Büchern, die ich kürzlich gelesen hatte und wollte es nun auch mal selbst probieren, also haben wir uns hierzu verabredet). Pimm’s ist ein beliebtes Sommergetränk in England. Man füllt ein bisschen Pimms (alkoholisch, ähnlich wie Aperol) in ein Glas und fügt Erdbeeren, Orangen, Minzblätter und (komischerweise auch) Gurken hinzu. Anschließend wird das Glas mit Wasser aufgefüllt. Ich vermute es ist eher ein Frauengetränk, denn es schmeckt ziemlich süß.. Ich fand es zumindest lecker 😉

Zum Abschluss des Abends sind wir zur Bricks Lane gefahren, um indisch essen zu gehen. Die Straße ist bekannt dafür (zumindest bei Einwohnern) und sowie man angekommen ist, stehen überall “Lockvögel” für die Restaurants herum, die versuchen einen in IHR Restaurant zu locken. Wir haben uns dann von 25% Rabatt und einem Freigetränk überzeugen lassen. Besonders lecker war das Essen leider nicht, obwohl das Restaurant einen Award gewonnen hatte. Später stellte sich jedoch heraus, dass alle Restaurants in der Bricks Lane einen Award gewonnen hatten. Mehrere sogar den gleichen. Vermutlich vergeben sie sich einfach selbst ihre Auszeichnungen. Auch der kostenlose Hauswein hat nicht gut geschmeckt und ich habe gelernt, dass es sinnvoller ist ein kostenloses Bier zu nehmen, denn dabei kann man weniger falsch machen.

Nun ist auch der Urlaub schon wieder so gut wie vorbei und gleich fahren wir zum Flughafen zurück.

London

Gastbeitrag von Dieter

London – Hauptstadt von England; voll von Touristen, Taxen, Doppeldeckerbusse und roter Telefonzellen. Und wir Mittendrin. Am gestrigen Dienstag kamen Anna und Benedikt im Hotel an und sofort machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Wir entschlossen uns, erstmal etwas Essen zu gehen und dann bekannte Landmarken der Stadt besuchen zu gehen, da Benedikt und ich das Erste mal in London sind. So besuchten wir das, was jeder gute Touri in London gesehen haben sollte: London Eye, Big Ben und Houses of Parliament, Westminster Abbey und Buckingham Palace.

Am Mittwoch brachen wir – als große Fans der BBC-Serie “Sherlock” – direkt nach dem Frühstück auf, um das Sherlock Holmes Museum zu besichtigen. Leider mussten wir feststellen, dass das Museum ausschliesslich die Originalgeschichten darstellt, so das wir wenig begeistert waren. Und lange anstehen mussten wir auch.

Sherlock Musem
Kaffeepause

Im Anschluss sind wir mit Starbucks-Kaffee gestärkt auf Entdeckungsreise in Richtung Kings Cross Station gefahren, um die riesige Schlange vor dem “Bahnsteig 9,75” zu sehen.
Danach sind in Richtung Chinatown gewandert, wo wir auch zu Mittag gegessen haben.

Gestärkt haben wir uns auf den Weg zur Tower Bridge gemacht. Die im Jahre 1894 gebaute Brücke ist ein beliebtes Motiv für Postkarten, und auch wir ließen es uns nicht nehmen, ausgiebig zu Fotografieren.

Dreharbeiten auf dem Weg zur Tower Bridge

Als letztes haben wir die St. Pauls Kathedrale angesehen. Das war praktisch, weil direkt daneben die Ubahn-Haltestelle war und wir danach direkt ins Hotel gefahren sind.

Edinburgh

Nach sechs Tagen im Bus waren wir am Montag froh, dass wir Edinburgh nach unseren eigenen Vorstellungen besichtigen konnten und einen Tag nur an der frischen Luft sein konnten..
Erstes Ziel war Arthurs Seat, der höchstgelegene Aussichtspunkt in der Stadt. Morgens war das Wetter gut, deshalb sollte man in Schottland sofort aufbrechen und etwas unternehmen, denn es kann sich sehr schnell wieder verschlechtern.
Mit Erkältung war der Aufstieg recht anstrengend, aber allgemein ist der Weg auf den Aussichtspunkt sehr gut zugänglich und nicht zu steil – noch dazu kostenlos. Von daher hat er bei TripAdvisor nicht umsonst den ersten Platz erhalten.

Von oben kann man die ganze Stadt überblicken:

Stadtzentrum nähe Waverley Bridge
Edinburgh Castle

Am Nachmittag haben wir noch die Royal Mile (auch bekannt aus dem Film “Driving Lessons”, falls den irgendjemand gesehen hat) besichtigt. Hier sind derzeit viele Veranstaltungen und ein Teil der Straße ist sogar für Autos gesperrt. Im August finden immer Festivals statt und so ist in der Stadt richtig was los.

Royal Mile

Insgesamt finde ich Edinburgh (zumindest so viel, wie ich davon gesehen habe) ganz hübsch, alle Häuser haben einen ähnlichen Look: hoch und aus dem gleichen Stein gebaut. Das verleiht der Stadt einen speziellen (rauen) Charme. Im Vergleich zu England ist es hier oben jedoch deutlich windiger und das Wetter ist ziemlich wechselhaft: ohne gescheite Outdoorkleidung macht es also echt keinen Spaß…

Skye

Heute haben wir die Insel Skye besichtigt. Da wir nur mit einer kleinen Reisegruppe von 16 Leuten unterwegs sind, konnten wir Einfluss auf die Gestaltung des Tages nehmen. Mein Wunsch die Fairy Pools zu besichtigen wurde erfüllt. Um die stufenförmigen Wasserfälle zu erreichen, muss man allerdings eine halbe Stunde durch den Matsch marschieren: nicht jedermanns Sache und so wurde die Gruppe geteilt. Wer wollte, ist mit zu den Fairy Pools gelaufen, alle anderen haben eine Stunde lang ein Alternativprogramm gemacht und wir wurden anschließend wieder eingesammelt.

Die kleine Matschwanderung war mal eine angenehme Abwechslung zum permanenten Busfahren. Also halb so schlimm, dass die Hose nun von oben bis unten voller Matschspritzer ist 😉

Zum Mittag sind wir nach Portree gefahren. Dies ist ein ganz hübsches Hafenstädtchen. Allerdings kehren hier alle Busse ein und auch noch viel mehr Individualtouristen. Also wimmelt es hier von Menschen und man kommt gar nicht zur Ruhe.

Am Nachmittag haben wir den nördlichen Teil der Insel besichtigt. Hier findet man ebenfalls viele Berge, Steine und Wasserfälle.

Zunächst ging es zu “the old man of Storr”. Hier stehen mehrere Felsen senkrecht auf dem Berg und bilden scheinbar eine Hand. Ist allerdings bei Wolken nicht gut zu erkennen und Zeit für eine Wanderung dort hoch hatten wir leider auch nicht.

Der nächste Stop war am Wasserfall “Kilt Rock”. Dieser plätschert direkt an einer hohen Felswand herunter und genau in dem Moment als wir kamen, war es sonnig und ein Regenbogen war sichtbar.

Unser letzter Stop war in “the Quiraing” oben auf dem Berg. Hier war es sehr kalt und windig und die Aussicht war auch durch die Wolken leider etwas eingeschränkt. Ansonsten hat es mir da oben ganz gut gefallen und bei gutem Wetter wäre es sicher richtig klasse.

Harris

Gestern waren wir auf der Insel Harris unterwegs. Eigentlich sind Lewis und Harris ein und dieselbe Insel, aber jede Hälfte hat ihren eigenen Namen.
Lewis ist der flachere östliche Teil und Harris bildet den etwas bergigeren Westen.
Hier gibt es jede Menge einsamer Sandstrände, von denen wir einige gesehen haben. Zum ersten Mal hat es sogar den ganzen Tag lang nicht geregnet =)

Mittags haben wir einen alten Bus gefunden (“Butty Bus”), der zu einer Imbiss-Bude umfunktioniert wurde.
Sehr sauber sah es nicht wirklich aus, aber wir haben alles gut vertragen und geschmeckt hat es auch nicht schlechter als anderswo (die Briten sind sehr vorsichtig was Salz angeht).

Am Nachmittag ging es dann mit der Fähre auf die Insel Skye und weiter aufs Festland zu unserer Unterkunft. Das Wetter war gnädig mit uns und dieses Mal war die Überfahrt angenehm ruhig.

Lewis

Heute haben wir ein weiteres Stück der Insel Lewis erkundet.
Zuerst ging es zu einem Blackhouse. In diesen Häusern haben die Leute hier früher gelebt.
Sie sehen ein bisschen aus wie heubedeckte Hügel. Früher gab es auch keine Fenster.
Alle neueren Häuser heißen nun white houses, liegt vielleicht daran, dass es nun Fenster gibt und es im Inneren nicht mehr dunkel ist…

Blackhouse

Auf den äußeren Hebrideninseln wird der weltbekannte Harris Tweed hergestellt. Das ist eine Wolle, die mit Naturfarben von der Insel gefärbt und auch komplett hier erzeugt wird. Eine solche Weberei haben wir uns heute angesehen und der Eigentümer hat uns demonstriert, wie man die Wolle zu einem Stoff verarbeitet. Hier ist noch sehr viel Handarbeit gefordert und so dauert es mindestens eine Stunde, um 3-4m Stoff herzustellen. Entsprechend sind auch die Preise nicht ganz günstig, dafür soll man jedoch gute Qualität erhalten.

je nachdem wie die Farben hier gewählt werden, können unterschiedliche Muster im Stoff erzeugt werden

Am Nachmittag waren wir noch bei ein paar anderen Sehenswürdigkeiten aus Stein – davon gibt es hier einige. Wenigstens hatten wir zeitweise mal ganz angenehmes und abschnittweise sogar leicht sonniges Wetter.
Direkt nach den Fotos am Stone Circle (der eigentlich ein Kreuz darstellt), hat es allerdings wieder angefangen zu regnen. Im Café ist dann passenderweise der Strom ausgefallen und es gab kein (warmes) Essen mehr. Man hatte also nur die Chance auf entweder Fotos im Trockenen oder Essen. Wir haben dann also nur noch die letzten lauwarmen Reste bekommen und sind nicht besonders satt geworden. Eine Alternative war weit und breit nicht in Sicht, dafür aber jede Menge graues Wetter und eine lange Dusche von oben ^^

Hier im westlichen Bereich von Lewis gibt es sehr viele tropisch aussehende Sandstrände (zumindest an den wenigen Tagen mit Sonnenschein). Falls es irgendwann mal warm und trocken wäre, könnte man hier sicher super die Zeit verbringen.

Weiterfahrt auf die äußeren Hebriden

Gestern haben wir unseren Weg durch Schottland fortgesetzt und sind gleich morgens mit der Fähre nach Stornoway auf den äußeren Hebriden gefahren. Das Wetter war immer noch nicht besser, deshalb wurde die Überfahrt auch etwas schaukelig, was manchen Passagieren dann auch sehr auf den Magen geschlagen hat…

Schließlich war keiner böse, als die Fahrt vorbei war und wir wieder Land unter den Füßen hatten 😉
Später haben wir noch den nördlichen Teil der Insel Lewis besichtigt. Hier gibt es u.a. einen tollen und menschenleeren Sandstrand (ob das mit dem Wetter zusammenhängt 😉 )

Abends waren wir dann noch im Zentrum von Stornoway (das ist übrigens ein sehr kleiner Ort und wir haben nun alles mehrfach gesehen). Auch hier gibt es überall “YES” Schilder. Die haben mit der Wahl am 18.9. zu tun, denn da geht es darum, ob Schottland von Groß Britannien getrennt werden soll. Alle die dafür sind, haben irgendwo ihre “YES” Schilder platziert.

von Edinburgh nach Ullapool

Nach dem ersten Chaostag mit den Flugzeugen war der anstrengende Part noch nicht vorbei. Wie es der böse Zufall so will, ist in dieser Nacht um 1:30Uhr der Feueralarm in unserer Unterkunft losgegangen. Dinge, die man wirklich nicht braucht. Wirklich unglaublich wie schnell man vom Tiefschlaf hellwach wird und ein bisschen in Panik ausbricht. Nun ist der letzte Hotelzimmeralarm bei mir ja auch erst zwei Wochen vergangen. Im Gegensatz zu dem letzten, war hier allerdings auch auf dem Flur und in den Nachbarzimmern was los. Als einen kurzen Augenblick später die Sirenen wieder aus waren, habe ich mich mit dem Nachbarn unterhalten, der meinte es wäre nur ein Fehlalarm gewesen. Also konnten wir wieder ins Bett gehen – mit dem Einschlafen wollte es daraufhin bei mir nur leider nicht so gut klappen. Drückt mir die Daumen, dass wenigstens heute Nacht alles ruhig verläuft.

Um Schottland zu bereisen fanden wir es am einfachsten eine kleine Busrundreise zu buchen. Bei Rabbie’s kann man in Kleingruppen bis 16 Leute verreisen, also haben wir uns für dieses Unternehmen entschieden.
Um 9Uhr ging es in Edinburgh los in Richtung Nordküste. Eine ganz gute Strecke haben wir zurückgelegt und entsprechend auch viel im Bus gesessen. Allerdings hat es auch ungefähr den ganzen Tag geregnet, von daher war es halb so wild. Zwischendurch haben wir mehrere Stops eingelegt und mehrere Wasserfälle angesehen.

Bei den  Heritage Wasserfällen in Dunkeld haben wir sogar eine Hochzeit miterlebt. Das Brautpaar lief einem Dudelsackspieler hinterher und so haben auch wir den schottischen Melodien lauschen können. Die arme Braut musste sich dünn bekleidet und in Stöckelschuhen bei Regen über den matschigen Waldboden arbeiten – ich beneide sie nicht darum!

Später haben wir auch Loch Ness besichtigt. Bei dem grauen Wetter macht der See allerdings nicht so viel her. Schließlich haben wir heute Abend unser Tagesziel Ullapool erreicht und es uns in unserem B&B gemütlich gemacht. Im Gegensatz zu der Gruppe von gestern hatten wir dann auch endlich mal Glück mit dem Wetter, denn die Straße nach Ullapool war gestern nicht befahrbar (wegen den Unwettern). Wir mussten zwar zwei große Pfützen passieren und hatten ein wenig Stau, da Arbeiten im Gange waren, um die Unwetterschäden zu beheben (ein Haus wurde stark mitgenommen, die Mauer weggespült…), aber wir haben nur wenig verspätet unser Ziel erreicht und können die Tour wie geplant fortsetzen =)

Hallo Schottland

Weil Reisen so schön ist, mache ich das dieses Jahr besonders häufig. Kältere Regionen mag ich im Moment sehr gerne und so ist die Entscheidung für Schottland ausgegangen.

Um Geld zu sparen haben wir uns gegen einen Direktflug entschieden und stattdessen einen Flugzeugwechsel in London in Kauf genommen. Im Prinzip keine schlechte Idee. Wenn dann nicht starker Westwind in London herrscht und man deshalb erst nicht starten und dann nicht landen darf. Weiter nicht so schlimm, denn wir haben es ja mit nur 30 Minuten Verspätung geschafft. Der nächste Flug war also bis dahin noch 3,5h entfernt. Umsteigen in London Heathrow kann ich auch nicht unbedingt als erste Wahl weitergeben, der Flughafen ist nämlich groß. Entsprechend hatten wir die wohl maximale Entfernung vom ersten zum zweiten Flieger (Terminal 1 -> Terminal 5). Zum Glück gibt es hier eine kostenlose Bahn, den Heathrow Express.
Nachdem wir den zweiten Check In hinter uns gebracht hatten und mit knapp 30Minuten Verspätung (wegen dem Wetter) im zweiten Flugzeug saßen, waren wir eigentlich schon ein bisschen bedient. Dann hatten allerdings 4 Leute eingecheckt und sind nicht zum Flugzeug gekommen. Was passiert dann? Genau, die Koffer werden wieder gesucht und ausgeladen – könnten ja Bomben sein… Somit wurde die Verspätung größer. Dann haben wir trotzdem noch eine Weile blöd rumgestanden, bis wir eine Starterlaubnis bekommen haben. Doch da kam wieder das Londoner Wetter dazwischen. In der Zwischenzeit haben sich wieder kräftige Schauer angenähert und ergießen sich nun über den Flughafen. Deshalb kann die enge Taktung des Zeitplans nicht eingehalten werden und es stauen sich die Flugzeuge auf dem Weg zum Runway. Bevor wir endlich mal an der Reihe sind, beginnt es dann auch noch zu gewittern. Daraufhin schaltet der Pilot die Triebwerke wieder aus, um Sprit zu sparen. Nach sage und schreibe 90 Minuten im startklaren Flugzeug kriegen wir dann auch endlich eine Starterlaubnis und heben kurz nach dem Gewitter ab (find ich ja nicht so klasse, da mir die Blitze schon unten nicht so geheuer sind).
Mit einer riesen Verspätung haben wir unsere Unterkunft in Edinburgh sogar noch beim letzten Tageslicht erreicht.
Wirklich unglaublich, dass eine Flugreise auf dieser Entfernung (von Haustür zu Haustür) 15 Stunden dauern kann…

trotz des schlechten Wetters konnte ich beim Landeanflug schon einen Blick aufs London Eye erhaschen 😉

und so reise ich dieses Mal: mit Kofferrucksack (ob sich der gegen den Koffer langfristig durchsetzen kann, steht noch in den Sternen)

Roadtrip nach Røldal

Heute haben wir die Südküste verlassen und sind ins Landesinnere gefahren. Auch wenn die Strecke nach Røldal nur ca. 250km lang war, haben wir fünfeinhalb Stunden gebraucht. Schuld daran sind zum Einen die zwei Pausen, die wir unterwegs eingelegt haben, zum Anderen darf man auf den Landstraßen maximal 80 km/h fahren. Oft ist das aufgrund der engen Straßen und Kurven, Sommerradfahrern, Wohnmobilen und Baustellen nicht möglich und so dauert hier alles eben ein bisschen länger.

1. Stop am See bei Morgedal

Je nördlicher wir kamen, desto kälter wurde es dann auch und schon bald konnten wir wieder schneebedeckte Berge sehen.

2. Stop mit Blick auf schneebedeckte Berge

… und so genießen die Norweger ihre Landschaft: immer einen Klappstuhl dabei 😉

Außerdem wurde die Landschaft auch wieder feuchter und überall konnte man Wasserfälle sehen. Der wohl bekannteste, den wir heute gesehen haben, ist der Latefoss. Diesen kann man quasi nicht verfehlen, denn hier tummeln sich die Touristen herum und blockieren die Straße.

Latefoss

Wasserfall in Buer

Norwegische Schäreninseln

Aktuell bin ich in der norwegischen “Küstenperle” Kragerø angekommen. Ich finde der Ort ähnelt von seinem Wesen her Nizza am meisten. Hier machen wohlhabende Menschen Urlaub. Die Norweger kommen fast alle mit ihrem eigenen Boot und legen mitten in der Stadt an. Entlang des Wassers gibt es viele Restaurants und es tummeln sich viele Menschen herum. Die Preise hier entsprechen auch eher einem beliebten Urlaubsort, also etwas teurer als in “normalen” Städten oder auf dem Land.

Wenn viele Touristen kommen, heißt das natürlich auch, dass der Ort etwas zu bieten hat.
In Kragerø findet man viele schmale Gässchen (die mit dem Auto übrigens furchtbar sind), in denen man einkaufen gehen kann (für Deutsche vielleicht eher uninteressant, es sei denn man hat gerade im Lotto gewonnen). Das Stadtbild am Wasser gefällt mir gut, aber aufgrund der Temperaturen von knapp 30°C und den vielen Menschen finde ich es auch ziemlich anstrengend. Im Supermarkt kommt man sich mal wieder vor wie in einem Bienenschwarm – alle Gänge sind verstopft und man braucht ewig um sich neue Getränke zu kaufen.

Zum an den Strand gehen würde ich Kragerø nicht empfehlen. Es gibt immer nur winzige Buchten (schätzungsweise 10m breit), die noch nicht mal sauber sind. Daher haben wir auch kurzerhand beschlossen heute schon eine Schärenrundfahrt zu unternehmen.
Eine touristische Rundfahrt ist nicht im Programm, aber man kann einfach die normale Fähre nehmen und bis zur am weitesten entfernten Insel fahren, sitzen bleiben und direkt wieder zurück fahren. So kann man sich seine Besichtigungstour selbst machen und noch dazu ist das Wetter mit dem Fahrtwind deutlich angenehmer.

Was sind eigentlich Schären? Nun das sind viele kleine Inseln, die dem Festland vorgelagert sind. Hier sehen sie alle sehr felsig aus und sind zumeist bewaldet. Ab und zu stehen kleine Holzhütten auf ihnen. Manche sind ganz klein und mit lediglich einem Haus schon gefüllt, andere sogar mehrere Kilometer lang und haben einen Fähranleger. Die Landschaft hat mir sehr gut gefallen, daher kommen auch heute ziemlich viele Bilder davon:


Roadtrip entlang des Nordsjøvegen

In den letzten Tagen sind wir entlang des Nordsjøvegen gefahren.
Unser erster Stop war am Solastrand in Stavanger – direkt hinter dem Flughafen.
Hier gibt es zwar nicht so starke Ausprägungen von Ebbe und Flut, wie bei der deutschen Nordsee, dennoch kann man schön am nassen Sand entlang laufen. Aufgrund der Lage am Flughafen kam dann auch kurz bevor wir gehen wollten eine KLM Maschine angeflogen – diese war schon ganz tief und hat ein paar Meter hinter dem Strand auf der Landebahn aufgesetzt. Eine gute Plane Spotting Location also, bloß dass hier nicht so viel los ist wie in Frankfurt 😉

Unsere zweite Unterkunft war dann in der südlichsten Stadt Norwegens: Mandal. Hier gibt es ein Ferienzentrum, in dem so viel los ist, dass man meinen könnte gar nicht mehr in Norwegen zu sein: zwei Pools, ein Restaurant, einen Kiosk, Bootsverleih und viel mehr. Mitten im Gewusel war unsere kleine, heiße Hütte. Wenn es in Deutschland warm wird, bleiben die Steinhäuser ziemlich lange kühl. Wenn es jedoch in Norwegen heiß ist, heizen sich die kleinen Holzhäuser ohne Rollos stark auf und man wird schlimmer gegrillt, als in Deutschland in einer Dachwohnung. Vermutlich sind die Norweger deshalb so viel draußen 😉 Mit dermaßen warmem und sonnigen Wetter hätte ich jedenfalls bei Weitem nicht gerechnet.

Wenn man schon in der südlichsten Stadt Norwegens ist, ist der südlichste Zipfel des Festlandes auch nicht mehr weit: Kap Lindesnes. Hier gibt es einen Leuchtturm, den man besichtigen kann. Kostet leider auch Eintritt, aber es gibt eine Tasse starken Kaffee inklusive 😉 Das schöne dort unten ist der starke Wind: so ist es endlich angenehm warm und nicht mehr heiß.

 Da wir noch ein bisschen Zeit übrig hatten, haben wir auch Farsund einen Besuch abgestattet. Hier gibt es einen netten Weg entlang des Fjords, der sich gut laufen lässt (ganz im Gegensatz zu dem beim Preikestolen). Der Boden ist geschottert und breit genug für ein Auto. Er führt stetig aufwärts und so wird die Sicht auf den Fjord mit jedem Meter besser. Allerdings nicht ganz so beeindruckend wie die 600m Aussichtsplattform des Preikestolens – hätte man vielleicht in der anderen Reihenfolge machen sollen..

Heute sind wir weiter östlich gefahren und haben Kristiansand besichtigt. Die Stadt wurde auf Sand gebaut, daher kommt auch der Name Kristian + sand. Das Stadtzentrum ist quadratisch aufgebaut und lässt sich gut zu Fuß erkunden. Am meisten interessiert hatte mich die Altstadt mit den vielen kleinen, alten Holzhäuschen, doch auch der neuere Stadtteil hat sich als sehr sehenswert entpuppt. Ähnlich wie auch in Oslo wird hier immer näher und moderner ans Wasser gebaut – in einigen Jahren sind vielleicht auch die Baukräne weg und verschandeln das Stadtbild nicht mehr.

Fiskebrygge

Preikestolen

Heute habe ich mir einen anstrengenden Ausflug ausgesucht: eine Wanderung am Lysefjord. Mit dem Auto sind wir bis zum nächstgelegenen Parkplatz gefahren, ab dort geht es nur noch zu Fuß voran zum Preikestolen. Der Weg ist zwar nur 3,8km lang, doch das Gelände ist so schlecht begehbar, dass man hierfür 2 Stunden benötigt. Da das Wetter bombastisch war (sonnig, aber bei angenehm kühlen norwegischen Temperaturen), waren wir leider nicht die einzigen Touristen. Das fing schon beim Parken an – dort wurden wir so eng in die Parklücken gelotst, dass man kaum noch aussteigen konnte und dennoch haben nicht alle Autos auf den Parkplatz gepasst. Voll war auch der Wanderweg. An einer Tour kamen die Leute, es kam einem schon vor, als ob es eine Reihe aufwärts und eine abwärts gäbe. An engen Stellen musste man teilweise auch erst auf den “Gegenverkehr” warten, bis man weiterklettern konnte. Im Vergleich hierzu war alles in Neuseeland paradiesisch leer, vielleicht merkt man ja doch die Lage am Ende der Welt? Denn ansonsten sind sich die beiden Länder ja durchaus ähnlich..
Nach etlichen steilen Anstiegen und noch viel mehr Steinbrocken sind wir mittags oben am Preikestolen angekommen. Dies ist ein Felsplateau, dessen Ränder steil hinab gehen, bis zum Fjord (etwa 600m hoch).
Von hier oben kann man den gesamten Lysefjord sehen – eine Aussicht, für die sich die Anstrengung durchaus gelohnt hat. Allerdings wäre sie noch schöner, wenn man sich nicht vorkäme wie in einem Bienenschwarm.

Lysefjord

steile Kante…

die vielen anderen Wanderer bei der Mittagspause

Bei dem letzten Bild sieht man hinten auf dem Berg noch ein paar Leute stehen. Die mussten mehr oder weniger an der Felswand hochklettern. Von dort oben kann man die Plattform im Ganzen betrachten, aber aufgrund des sehr tiefen Abhangs habe ich mich nicht getraut da auch noch hochzusteigen. Hut ab – und das ist erst eine rote Wanderung (Schwierigkeitsgrad 2 /4), ich mag mir lieber gar nicht erst vorstellen, wie dann schwarze Touren (4/4) aussehen. Definitiv nichts für mich!

Mein Norwegenjubiläum

Heute gibt es bei mir ein kleines Jubiläum zu feiern: ich bin nun zum 15. Mal nach Norwegen gereist. Das Land ist einfach so schön, dass es mich immer wieder anzieht.
Dieses Mal steht die Erkundung der Südküste an. Hier war ich bisher noch nie.

Von Frankfurt ging es heute Vormittag nach Stavanger, bequem per Direktflug. Ich muss sagen nach der Weltreise mit den großen Emirates Maschinen (tollem Bordunterhaltungsprogramm, Service und Essen), hat der Komfort in der kleinen Lufthansamaschine heute keinen so guten Eindruck hinterlassen. Dafür war die Flugzeit angenehm kurz 😉
Norwegen ist ein reiches Land und in der Gegend um Stavanger herum boomt die Ölindustrie. Daher ist die Ecke hier auch besonders wohlhabend. Sehr viele Häuser hier sind weiß – das war früher nur den reichen vorbehalten, denn die rote Farbe war am billigsten und haltbarsten. Weiße Farbe hingegen war teurer und musste schneller wieder nachgestrichen werden.

       
weiße Häuschen in der Altstadt

Auch wenn ich schon so oft hier war und sich alles irgendwie vertraut anfühlt, ist doch einiges anders als in Deutschland. Die Gewohnheiten sind nicht neu, aber für mich so ungewohnt, dass es mich doch jedes Mal wieder wundert. Geht man als Fußgänger zu einem Zebrastreifen, hält sofort ein Auto an (insofern überhaupt eins da ist). Das passiert in Deutschland nie – auch wenn es in der Fahrschule so beigebracht wird. Hier ist das aber auch in der Tat so.

Effektiv hatten wir heute schon einen halben Tag Zeit, um uns die Stadt anzusehen. Den ersten Teil haben wir damit verbracht unsere Jugendherberge zu finden, da weder das mitgebrachte, noch das im Mietauto eingebaute Navi die entsprechende Straße kannte. Nur nach ewiger Rätselei mit Hilfe zweier Karten konnten wir die Unterkunft schließlich ausfindig machen. Erster Eindruck war auch wieder sehr gewöhnungsbedürftig: die Jugendherberge gehört zu dem Krankenhaus. Das heißt während man auf den Check in wartet, rollen die ganzen Patienten an einem vorbei. Ich glaube so etwas würde es in Deutschland nicht geben. Abgesehen davon ist es aber völlig in Ordnung.

In den nächsten Tagen stehen eine Wanderung am Fjord und die Besichtigung der Küste an. Nachdem ich allerdings im Hafenbecken etliche Feuerquallen entdeckt habe, ist mir urplötzlich die Lust am Baden vergangen 😉

Quallen