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Das ultimative Neuseelandquiz – Teil 2: Antworten

Hier noch mal alle Fragen, diesmal mit Antworten.. und wie viel habt ihr so gewusst?

01) Wie heißen die Ureinwohner Neuseelands?
– Maori
02) Wie lauten die Bezeichnungen für Damen- bzw. Herren (auf den Toilettenschildern)?
– Wahine (Damen) und Tane (Männer)
03) Wie bezeichnen die Neuseeländer “Flip Flops”?
– Jandals (Sandalen aus Japan)
04) Auf welcher Seite der Straße fährt man in NZ?
– links
05) Wie kürzt man “kilometer” im Sprachgebrauch ab?
– k (“kay”)
06) Welches ist die äquivalente Uhrzeit zu 12:45am?
– 00:45 Uhr – also immer schön aufpassen, welchen Bus ihr so bucht – oder euch geht s genauso wie uns und ihr müsst dann eben eine Nachtfahrt auf euch nehmen… Jetlag ist ja nicht genug, da kann man den Körper ruhig noch weiter verwirren…
07) Was sagen Neuseeländer beim Aussteigen aus dem Bus?
– thank you
08) Wofür steht “sweet as”?
– im Laufe der Reise habe ich verschiedene Übersetzungen für “sweet as” entdeckt. Am besten gefallen hat mir jedoch folgende: “as awesome as you”
09) Wie nennen die Neuseeländer (und Australier) ihre Dollar noch?
– “bucks”
10) Welche Besonderheiten gibt es bezüglich Alkohol in NZ?
– Alkohol darf nicht überall konsumiert werden. Es gibt “Ban Areas”, in denen es verboten ist. Weiterhin gibt es extra Liquor Stores, in denen man Alkohol kaufen kann – zu horrenten Preisen. Für ein kleines Bier (0,3l) habe ich in Auckland 12$ bezahlt (etwas über 7Euro!)
11) Mit welchem öffentlichen Verkehrsmittel kann man das Land gut bereisen (welches Flächennetz ist am besten ausgebaut)?
–  Das Busnetz ist eindeutig am besten ausgebaut und es werden zahlreiche Pässe angeboten, mit denen man das Land preisgünstig bereisen kann. Wer sich früh festlegen will – wie wir – kann jedoch mit einzelnen Strecken noch billiger reisen, bei nakedbus gibt es Frübuchertickets ab 1$.
12) Wodurch entstehen stufige Rillen im Gras?
– Erosion, verursacht durch Schafe und Kühe
13) Welche ist die größte Touristengruppe in Neuseeland?
– Deutsche (Briten auf Platz 2)
14) Wie werden Klamotten in Neuseeland üblicherweise gewaschen?
– kalt!!
15) Was sucht man in den meisten Unterkünften vergeblich?
– Aufzüge – dafür gibt es aber manchmal nette Angestellte, die einem beim Koffertragen helfen 😉
16) Wie viele Stunden Zeitverschiebung hat Neuseeland zu Deutschland?
– Zur deutschen Winterzeit beträgt die Zeitverschiebung 12 Stunden, im Sommer “nur” 10
17) Wie viele Lagen hat typisches neuseeländisches Klopapier?
– eine
18) Wodurch unterscheiden sich die Häuser in Deutschland und Neuseeland?
– Deutsche Häuser sind aus dicken Steinmauern gebaut, während die Häuser in Neuseeland oft nur aus dünnen, hellhörigen Holzwänden bestehen und auch häufig nur eine Etage haben
19) Wie kann mna sich im Supermarkt selbst die Preise reduzieren (wenn auch unabsichtlich)?
– Selbstbezahlkassen… hier ist es manchmal gar nicht so einfach die Artikel im System zu finden
20) Wer profitiert von den freien Wifizonen der Telekom in den Städten?
– nur User mit neuseeländischen Nummern
21) Wie heißt die einheimische Eissorte Neuseelands?
– Hokey Pokey ( Vanille + Karamell), kann ich durchaus empfehlen!
22) Wofür sind Städte wie Taupo oder Queenstown bekannt?
– Extremsportarten und Adrenalinkicks
23) Wonach riecht es in Rotorua?
– Schwefel, Schwefel und noch mehr Schwefel – tags & nachts
24) Welche ist die Hauptstadt Neuseelands?
– Wellington
25) Welche ist die größte Stadt Neuselands?
– Auckland
26) In welchen zwei Städten gibt es internationale Flughäfen?
– Auckland und Christchurch
27) Was sagen die Neuseeländer, wenn man für ein Foto lächeln soll?
– Kiwi
28) Welches Land ist der größte Kiwiproduzent weltweit?
– man glaubt es kaum: Italien
29) Was sagen Maoris zur Begrüßung?
– Kia Ora
30) Welche Steckdosen gibt es hier?
– dreipolige Flachstecker
31) Wieso lohnt es sich einen Steckdosenadapter von zu Hause mitzubringen?
– diejenigen, die man hier kaufen kann, sind so breit, dass kein anderer Stecker daneben passt
32) Was kommt hier immer als Paar vor?
– Steckdosen -> deshalb bieten sich ja auch die schmalen Adapter an
33) Wie heißt die Touristinfo in Neuseeland?
– i-SITE
34) Welche zwei Möglichkeiten zur Klospülung gibt es?
– half flush / flush
35) Wodurch unterscheiden sich Gehwege in Deutschland und Neuseeland?
– In Deutschland sind die Gehwege direkt an der Straße, in Neuseeland werden sie oft durch einen schmalen Rasenstreifen von der Straße abgetrennt.
36) Wie lauten die Slogans von Nakedbus (ja – der Name ist sehr speziell)?
– “we are stripping the cost of travel” (daher kommt der Name, weil eben kein Service inklusive ist)
– “you do not have to be nude to travel naked”
37) Was ist gut an den öffentlichen Toiletten in Neuseeland
– sie sind fast immer kostenfrei und einigermaßen sauber
38) Wovor sollte man sich in Neuseeland besonders in Acht nehmen?
– Sonne – das Ozonloch ist hier scheinbar besonders schlimm
39) Bis zu welcher Stärke kann man in Neuseeland Sonnenschutzmittel kaufen?
– Lichtschutzfaktor 85+, erklärt sich von selbst, oder? (Wir sind aber auch mit 30er bzw. 50er gut klar gekommen..wie immer gilt leider: schützt nur vor Sonnenbrand an den Stellen, die eingecremt sind – also wird man seinen Urlaub “Down Under” wohl immer klebend durch die Gegend laufen)
40) Wie überquert man große Straßenkreuzungen in Auckland?
– In Auckland sind alle Fußgängerampeln gleichzeitig grün und es wird angezeigt wie viele Sekunden noch verbleiben. So kann man besser einschätzen, ob man es noch über die Straße schafft und dann auch die Kreuzung diagonal überqueren.
41) Wie leuchtet die Fußgängerampel zwischen grün und rot?
– sie blinkt rot – man kann die Straße noch fertig überqueren, sollte aber nicht jetzt noch losgehen
42) Welches ist das Nationaltier? / Wie nennen sich die Neuseeländer? / Was findet man im Supermarkt enttäuschenderweise nur als Exportware?
– Kiwis
43) Welches ist die Nationalpflanze und wieso heißt diese so?
– Silberfarn (“silver fern”), weil alle Blätter silber aussehen, wenn man die Unterseite anleuchtet
44) Welche Geschäfte haben auch sonntags geöffnet?
– Supermärkte – zum Glück muss man sogar an den kleinsten Orten nicht verhungern =)
45) Was vermissen deutsche Touristen beim Bäcker in Neuseeland?
– knuspriges Brot mit einer harten Kruste… wer jedoch auf Toastbrotkonsistenz steht, ist hier im Paradies
46) Wie entsorgt man Plastikflaschen richtig?
– Recycle bin – dummerweise stehen die nicht überall rum, wo es Mülleimer gibt
47) Womit endet eine durchschnittliche Tagestour?
– einem Stop zum Fish&Chips essen – es kommt mitunter vor, dass der Busfahrer von unterwegs aus schon die Bestellung aufgibt, damit es schneller geht
48) Was kann man überall zu Essen kaufen?
– Fish&Chips
49) Wieso bezahlt man beim Einkaufen manchmal mehr (oder weniger) als die Ware eigentlich kostet?
– Rundung aufgrund fehlender 1 + 2 + 5 Cent Stücke
50) Welches ist Neuseelands bester Supermarkt (okay, das ist jetzt sehr subjektiv: wir haben hier jedenfalls die größte Auswahl, super Öffnungszeiten und die besten Preise gefunden)?
– Countdown
51) Was findet man oft am Supermarkteingang?
– Desinfektionsmittel für die Hände
52) Was bekommt man auf der Rangitotofähre umsonst?
– Sonnencreme
53) Was darf man nicht mit nach Rangitoto nehmen (Schwachsinnige Ideen sind gefragt)?
– Erde an den Wanderschuhen – weil man das ja auch sooooooo gut vermeiden kann und es spätestens am Flughafen sowieso schon kontrolliert wurde
54) Was sollten Neuseeländer dringend(!) noch üben?
– Wegbeschreibungen und – beschriftungen, sowie Stadtpläne. Entweder fehlen Straßenschilder vor Ort oder die Straßennamen sind im Plan nicht eingezeichnet.. was solls – wir haben unser Ziel meistens auch irgendwie so gefunden 😉
55) Wie viele Erdbeben gibt es – allein in Wellington – durchschnittlich?
– 1 pro Woche
56) Wie nennen die Neuseeländer ihre Hauptstadt auch?
– Windy Welly – scheint wohl öfters windig zu sein dort 😉
57) Welche verschiedenen Farnarten gibt es und welche Besonderheiten haben sie?
– Silberfarn – Nationalpflanze / Unterseite sieht silber aus, wenn man sie anleuchtet
– Schwarzer Farn – wird am höchsten / brennt nicht und eignet sich daher als Kaminholz
– grauer Farn
58) Was sagen Neuseeländer standardmäßig zur Begrüßung (dabei)?
– Hello – how are you guys?
59) Welches Kleidungsstück wird oft als überflüssig betrachtet und weggelassen?
– Schuhe, in Socken alleine läuft es sich doch auch prima auf der Straße…
60) Woran wurde beim Straßenbau gespart?
– Breite der Fahrbahn – es gibt oft nur einspurige Brücken (und sogar Tunnel).. naja bei dem Verkehrsaufkommen gehts ja noch gut
61) Was wird zur heißen Schokolade im Restaurant dazu serviert?
– Marshmallows
62) Wie sieht eine neuseeländische Straßenbaustelle aus (in Bezug auf die Arbeiter)?
– an jedem Ende der Baustelle steht ein Arbeiter mit Schild, welches anzeigt, ob man fahren kann oder warten muss – alternativ hätte man das ja auch mit Ampeln lösen können…
63) Was vermisst man in kleinen Orten nachts sehr?
– Straßenlaternen – sicher ist sicher: Taschenlampe einpacken!
64) Wo stellt man sich im Supermarkt an, wenn man bezahlen möchte (auch in Australien)?
– an der WARTELINIE – hiervon gibt es wiederum zwei verschiedene: eine für die Personenkassen und eine für die Selbstbezahlkassen (ja, da kann man als Neuling durchaus Ärger verursachen, wenn man sich direkt an der Kasse anstellt)
65) Was bedeutet die gelbe Linie auf der Straße?
– Überholverbot
66) Was können sich Neuseeländer einfach nicht vorstellen?
– dass jemand zu Fuß eine “größere” Entfernung von 4-5km zurücklegen möchte
67) Welche schlimmen Ereignisse haben 2010 und 2011 für eine große Veränderung Christchurchs gesorgt?
– starke Erdbeben
68) Warum sieht Christchurch auch 2014 noch so aus, wie kurz nach einem Erdbeben?
– Versicherungen streiken und so zieht sich der Wiederaufbau unnötig in die Länge
69) Warum kommen Autos in Christchurch nur schleppend vorwärts?
– überall sind Straßenbauarbeiten – ja jetzt erst… Punkt 68 ist wohl der größte Übeltäter – und Rohre müssen neu verlegt werden
70) Welches ist die größte Stadt der Südinsel Neuseelands?
– Christchurch
71) Wie viele Menschen leben in Auckland?
– ca. 1,4 Millionen
72) Wie viele Menschen leben auf der Nordinsel Neuseelands?
– ca. 3 Millionen
73) Wie viele Einwohner hat Neuseeland überhaupt?
– ca. 4 Millionen
74) Was kann der Nationalvogel (Kiwi) nicht?
– fliegen
75) Wie lange dauert die reine Flugzeug von Deutschland nach Neuseeland?
– mindestens 23 Stunden – aber da es keinen Direktflug gibt und man mindestens eine Zwischenlandung in Kauf nehmen muss, zieht sich die Gesamtreisedauer (nur Flugzeuge) ganz schön in die Länge und beträgt eher so 30 Stunden
76) Welche Plagegeister gibt es zum Glück nur auf der Südinsel?
– Sandfliegen
77) Welche der beiden Inseln ist landschaftlich schöner und welche hat eine höhere vulkanische Aktivität?
– Die Südinsel hat landschaftlich mehr zu bieten, auf der Nordinsel findet man eine höhere vulkanische Aktivitä.
78) Was ist das Besondere an dem Einkaufszentrum in Christchurch?
– Es ist aus Schiffscontainern gebaut worden.
79) Was muss man bei der Einreise in Neuseeland ausfüllen?
– Ein doppelseitiges Einreiseformular
80) Wie lange darf man mit dem Visa on arrival in Neuseeland bleiben und was kostet es?
– Das Visum erhält jeder deutsche Reisende kostenlos per Stempel in den Reisepass. Es ermöglicht einen drei monatigen Aufenthalt, jedoch darf man mit diesem Visum in Neuseeland nicht arbeiten.
81) Was darf in Neuseeland nicht eingeführt werden?
– unter anderem: Essen und Erde an den Schuhen (oh je wie gefährlich)
82) Welche Sportart ist in Neuseeland sehr beliebt?
– Rugby und DIE beliebteste Mannschaft sind die “All Blacks”
83) Welche Monate eignen sich am besten für eine Neuseelandreise?
– Februar bis April – zu dieser Zeit ist es in Neuseeland nicht mehr so heiß und anscheinend auch weniger überfüllt, als im Hochsommer
84) Welcher Telefonanbieter hat die beste Flächenabdeckung in Neuseeland?
– Vodafone
85) Was ist besonders schön an Neuseeländischen Stränden?
– sie sind sauber und leer – liegt vermutlich daran, dass es unglaublich viel Küste, wenige Menschen und teilweise gefährliche Tiere im Meer gibt
86) Was darf man in Nationalparks mitnehmen / dalassen (Aussage von unserem Guide)?
– “Take nothing but pictures, leave nothing but footprints” – den Spruch fand ich einfach klasse
87) Wie bezeichnen die Neuseeländer einzelne Regentröpfchen, die gleich wieder aufhören?
– “This is what we call: when it tries to rain”
88) Inwiefern unterscheidet sich das neuseeländische Englisch von dem Englisch, das man in der Schule lernt?
– Die Neuseeländer haben einen anderen Dialekt. Alles wirkt insgesamt etwas tiefer und ist ein bisschen schwieriger zu verstehen. Oft wird ein “e” als “i” gesprochen- so soll man dann zum Beispiel im Bus links aus dem Fenster schauen, um xyz zu sehen “on the liift”

Das ultimative Neuseeland-Quiz – Teil 1: Fragen

Nun ist die Reise zwar schon eine Weile her, aber in meinem Kopf ist sie noch sehr präsent und daher habe ich mir überlegt ein Quiz über Neuseeland zu veröffentlichen. Hier könnt ihr euer Wissen testen und herausfinden, wie gut ihr das Land nun schon kennt… Viele Fragen kann man sicherlich beantworten indem man meinen Blog fleißig verfolgt hat.
Damit es nicht so langweilig wird, kommen die Antworten erst später – so bleibt eine echte Chance sich Gedanken zu machen und nicht gleich zu schummeln 😉

01) Wie heißen die Ureinwohner Neuseelands?
02) Wie lauten die Bezeichnungen für Damen- bzw. Herren (auf den Toilettenschildern)?
03) Wie bezeichnen die Neuseeländer “Flip Flops”?
04) Auf welcher Seite der Straße fährt man in NZ?
05) Wie kürzt man “kilometer” im Sprachgebrauch ab?
06) Welches ist die äquivalente Uhrzeit zu 12:45am?
07) Was sagen Neuseeländer beim Aussteigen aus dem Bus?
08) Wofür steht “sweet as”?
09) Wie nennen die Neuseeländer (und Australier) ihre Dollar noch?
10) Welche Besonderheiten gibt es bezüglich Alkohol in NZ?
11) Mit welchem öffentlichen Verkehrsmittel kann man das Land gut bereisen (welches Flächennetz ist am besten ausgebaut)?
12) Wodurch entstehen stufige Rillen im Gras?
13) Welche ist die größte Touristengruppe in Neuseeland?
14) Wie werden Klamotten in Neuseeland üblicherweise gewaschen?
15) Was sucht man in den meisten Unterkünften vergeblich?
16) Wie viele Stunden Zeitverschiebung hat Neuseeland zu Deutschland?
17) Wie viele Lagen hat typisches neuseeländisches Klopapier?
18) Wodurch unterscheiden sich die Häuser in Deutschland und Neuseeland?
19) Wie kann mna sich im Supermarkt selbst die Preise reduzieren (wenn auch unabsichtlich)?
20) Wer profitiert von den freien Wifizonen der Telekom in den Städten?
21) Wie heißt die einheimische Eissorte Neuseelands?
22) Wofür sind Städte wie Taupo oder Queenstown bekannt?
23) Wonach riecht es in Rotorua?
24) Welche ist die Hauptstadt Neuseelands?
25) Welche ist die größte Stadt Neuselands?
26)In welchen zwei Städten gibt es internationale Flughäfen?
27) Was sagen die Neuseeländer, wenn man für ein Foto lächeln soll?
28) Welches Land ist der größte Kiwiproduzent weltweit?
29) Was sagen Maoris zur Begrüßung?
30) Welche Steckdosen gibt es hier?
31) Wieso lohnt es sich einen Steckdosenadapter von zu Hause mitzubringen?
32) Was kommt hier immer als Paar vor?
33) Wie heißt die Touristinfo in Neuseeland?
34) Welche zwei Möglichkeiten zur Klospülung gibt es?
35) Wodurch unterscheiden sich Gehwege in Deutschland und Neuseeland?
36) Wie lauten die Slogans von Nakedbus (ja – der Name ist sehr speziell)?
37) Was ist gut an den öffentlichen Toiletten in Neuseeland
38) Wovor sollte man sich in Neuseeland besonders in Acht nehmen?
39) Bis zu welcher Stärke kann man in Neuseeland Sonnenschutzmittel kaufen?
40) Wie überquert man große Straßenkreuzungen in Auckland?
41) Wie leuchtet die Fußgängerampel zwischen grün und rot?
42) Welches ist das Nationaltier? / Wie nennen sich die Neuseeländer? / Was findet man im Supermarkt enttäuschenderweise nur als Exportware?
43) Welches ist die Nationalpflanze und wieso heißt diese so?
44) Welche Geschäfte haben auch sonntags geöffnet?
45) Was vermissen deutsche Touristen beim Bäcker in Neuseeland?
46) Wie entsorgt man Plastikflaschen richtig?
47) Womit endet eine durchschnittliche Tagestour?
48) Was kann man überall zu Essen kaufen?
49) Wieso bezahlt man beim Einkaufen manchmal mehr (oder weniger) als die Ware eigentlich kostet?
50) Welches ist Neuseelands bester Supermarkt (okay, das ist jetzt sehr subjektiv: wir haben hier jedenfalls die größte Auswahl, super Öffnungszeiten und die besten Preise gefunden)?
51) Was findet man oft am Supermarkteingang?
52) Was bekommt man auf der Rangitotofähre umsonst?
53) Was darf man nicht mit nach Rangitoto nehmen (Schwachsinnige Ideen sind gefragt)?
54) Was sollten Neuseeländer dringend(!) noch üben?
55) Wie viele Erdbeben gibt es – allein in Wellington – durchschnittlich?
56) Wie nennen die Neuseeländer ihre Hauptstadt auch?
57) Welche verschiedenen Farnarten gibt es und welche Besonderheiten haben sie?
58) Was sagen Neuseeländer standardmäßig zur Begrüßung (dabei)?
59) Welches Kleidungsstück wird oft als überflüssig betrachtet und weggelassen?
60) Woran wurde beim Straßenbau gespart?
61) Was wird zur heißen Schokolade im Restaurant dazu serviert?
62) Wie sieht eine neuseeländische Straßenbaustelle aus (in Bezug auf die Arbeiter)?
63) Was vermisst man in kleinen Orten nachts sehr?
64) Wo stellt man sich im Supermarkt an, wenn man bezahlen möchte (auch in Australien)?
65) Was bedeutet die gelbe Linie auf der Straße?
66) Was können sich Neuseeländer einfach nicht vorstellen?
67) Welche schlimmen Ereignisse haben 2010 und 2011 für eine große Veränderung Christchurchs gesorgt?
68) Warum sieht Christchurch auch 2014 noch so aus, wie kurz nach einem Erdbeben?
69) Warum kommen Autos in Christchurch nur schleppend vorwärts?
70) Welches ist die größte Stadt der Südinsel Neuseelands?
71) Wie viele Menschen leben in Auckland?
72) Wie viele Menschen leben auf der Nordinsel Neuseelands?
73) Wie viele Einwohner hat Neuseeland überhaupt?
74) Was kann der Nationalvogel (Kiwi) nicht?
75) Wie lange dauert die reine Flugzeug von Deutschland nach Neuseeland?
76) Welche Plagegeister gibt es zum Glück nur auf der Südinsel?
77) Welche der beiden Inseln ist landschaftlich schöner und welche hat eine höhere vulkanische Aktivität?
78) Was ist das Besondere an dem Einkaufszentrum in Christchurch?
79) Was muss man bei der Einreise in Neuseeland ausfüllen?
80) Wie lange darf man mit dem Visa on arrival in Neuseeland bleiben und was kostet es?
81) Was darf in Neuseeland nicht eingeführt werden?
82) Welche Sportart ist in Neuseeland sehr beliebt?
83) Welche Monate eignen sich am besten für eine Neuseelandreise?
84) Welcher Telefonanbieter hat die beste Flächenabdeckung in Neuseeland?
85) Was ist besonders schön an Neuseeländischen Stränden?
86) Was darf man in Nationalparks mitnehmen / dalassen (Aussage von unserem Guide)?
87) Wie bezeichnen die Neuseeländer einzelne Regentröpfchen, die gleich wieder aufhören?
88) Inwiefern unterscheidet sich das neuseeländische Englisch von dem Englisch, das man in der Schule lernt?

Schlussworte zur Weltreise

Heute gibt es noch ein paar Schlussworte und Empfehlungen für zukünftige Neuseelandreisende.

Flüge

Unsere Flugreise mit Emirates war sehr angenehm und es war zu dem Zeitraum die einzige Airline, bei der die Stopover in Dubai, Australien und Bangkok NICHTS zusätzlich gekostet haben.
Wer “direkt” durchfliegen will, kann das mit anderen Airlines hingegen mit weniger Zwischenlandungen schaffen, was den Stress mit knappen Umsteigezeiten zu Anschlussflügen reduziert. Hier hat man die Auswahl zwischen der Ostroute mit je einer Landung in Singapur, Hongkong oder Tokio und der Westroute mit einer Landung in Vancouver, San Francisco oder Las Vegas. Sicher auch alles sehr spannende Städte, für die sich eine Verlängerung der Reise bestimmt lohnt. Egal in welche Richtung man fliegt, die reine Flugzeit beträgt um die 24-25 Stunden, die Reisedauer übersteigt aber schnell 30 Stunden, weshalb wir uns auch für die Aufteilung in mehrere Etappen entschieden hatten.

Vorankommen in Neuseeland

Wir haben ganz Neuseeland mit den Fernreisebussen erkundet.
Nakedbus hatte dort die besten Deals. Frühbucher kriegen mega günstige Tickets, hier kann kein Mietauto mithalten.
Allerdings ist man natürlich so an die Reisetage und -uhrzeiten gebunden.
Fotostops entlang der Straße waren selbstverständlich auch nicht möglich. Das würde für ein Mietauto sprechen. Auf der anderen Seite war die Landschaft – vor allem auf der Südinsel – so schön, dass ich permanent angehalten hätte, um Fotos zu machen und vermutlich nie mein Tagesziel erreicht hätte – insofern hat es auch Vorteile, dass der Busfahrer seinen Zeitplan einhält und stur weiterfährt.
Würde ich die Reise noch mal machen, wäre es wirklich eine schwere Entscheidung, ob ich Bus oder Auto wählen würde – hinzu kommt schließlich auch der Linksverkehr, mit dem ich keinerlei Erfahrungen als Fahrer habe.

Wo schläft es sich am besten in Neuseeland?

Wir haben wirklich viele verschiedene Unterkünfte gehabt, die sehr unterschiedlich komfortabel waren. Guten Gewissens kann ich davon die folgenden empfehlen:
– Paihia: Aarangi Tui Motel (günstige Ferienwohnung, sauber, zentrale Lage, freies WLAN, billige Waschmöglichkeit)
– Whitianga: Albert Number 6 (leichtes Frühstück inklusive, Meerblick, hübsches Zimmer, zentrale Lage, freies WLAN)
– Nelson: Tasman Bay Backpackers (kostenloser Schokopudding mit Vanilleeis inklusive, freies WLAN, gemütliche Gemeinschaftsküche)
– Queenstown: Absoloot Value Accomodation (Aufzug vorhanden, direkt am See, zentrale Lage, hübsche Einrichtung, freies WLAN)

Fazit

Neuseeland ist ein schönes Reiseland, jedoch bin ich mit falschen Erwartungen dort hingereist.
Ich hätte z.B. gedacht, dass die Natur überwiegend grün ist und es viel regnet.
Während unser 53-tägigen Reise hat es nur 3x geregnet, 2x davon in Neuseeland.
Entsprechend konnte die Landschaft nicht grün sein. Alles war vertrocknet und gelb, die Waldbrandgefahr hoch.
In Neuseeland ist gefühlt halb Deutschland unterwegs. Egal wo, ob im Bus, in der Stadt oder im Hostel: überall trifft man überwiegend auf deutsche Touristen. Das hat mich schon gestört, ich wollte eigentlich ans andere Ende der Welt fliegen, um dort mal ein paar Leute aus anderen Ländern kennenzulernen – das hat gar nicht geklappt.
Letztes Jahr zu etwa der gleichen Zeit hätte ich niemals geglaubt, dass ich jemals nach Neuseeland komme. Die lange Anreise hat mich abgeschreckt und auch bis unmittelbar vorm Flug konnte ich mir nicht vorstellen, so lange in der Luft unterwegs zu sein. Doch dann war alles halb so wild: man muss manche Dinge eben einfach mal machen, auch wenn es außerhalb des Vorstellbaren liegt. Jetzt, da ich einmal am anderen Ende der Welt war, ist jeder zukünftige Flug kürzer, jedes erdenkliche andere Reiseziel näher und somit jetzt realistisch geworden 😉 Es kann sicher nicht mehr lange dauern, bis mich das Reisefieber wieder überwältigt hat und ich mich an die Planung der nächsten Reise mache…

you may call me crazy: ich habe von jedem Ort, den wir bereist haben (mindestens) eine Karte gekauft… nun sind es über 100 Stück geworden 😉 – mal schauen, wo ich die alle aufgehängt kriege

Bangkok

Nach zwei Flügen haben wir Bangkok mitten in der Nacht erreicht. Im Flugzeug haben wir von unserer Sitznachbarin (ebenfalls eine Deutsche – wer hätte das gedacht) den Tipp bekommen, dass noch ein Backpacker im Flugzeug sitzt, der ebenfalls in Bangkok übernachten will und dass wir uns doch die Taxikosten teilen könnten. Also haben wir den entsprechenden Herren bei der Gepäckausgabe ausfindig gemacht und beschlossen uns ein Taxi zu teilen. Allerdings passen drei große Gepäckstücke nicht mehr in den Kofferraum der regulären pinken Taxis (zu schade, damit wäre ich ja sehr gerne auch mal gefahren – vielleicht beim Rückweg dann). Schließlich haben wir dann ein Angebot für ein größeres Taxi bekommen. Im Endeffekt war der vorher vereinbarte Preis so bemessen, wie man im Internet für normal bezeichnet hat. Als Europäer bzw. Tourist wird man hier nämlich gerne mal übers Ohr gehauen und zahlt bei vielen Sachen wohl mehr als Einheimische. Prinzipiell ist das ja auch okay, weil wir deutlich mehr Geld haben – aber nachts um 2Uhr und nach der Reise steht einem der Sinn nicht mehr nach solchen Spielchen. Dann ging es eine kleine Ewigkeit über die Autobahn, denn der Flughafen ist ein gutes Stück außerhalb der Stadt. Gegen 2.30Uhr haben wir schließlich die Khaosan Road erreicht. Hier ist nachts wortwörtlich die Hölle los. Zumindest wenn man mit dem Koffer versucht sich durch die Partymenge zu quetschen. Um kurz vor 3 Uhr haben wir es schlussendlich in unser Zimmer geschafft, in dem es ebenso heiß war wie draußen. Es ist zwar eine Klimaanlage vorhanden, doch entweder funktioniert diese nicht oder wir sind einfach nur zu doof dazu sie anzustellen. Fenster öffnen bringt leider nichts, wenn es draußen genauso schwül heiß ist wie drinnen. So habe ich meine erste Nacht in Bangkok dann wohl schwitzend und schlaflos im Bett verbracht.

Am Morgen wollten wir eigentlich unser straffes Sightseeingprogramm beginnen, doch das hatten wir wohl zu optimistisch ausgelegt. Erstens sind wir erschöpft von den 7 vorherigen Wochen des Reisens, zweitens macht uns die Hitze zu schaffen und drittens lassen sich manche Sachen auch einfach nicht so umsetzen, wie man das gehofft hatte. Zum Beispiel wollten wir erst in den größten Tempelkomplex gehen. Schon vor der Hoteltür wurden wir von etlichen Fahrern beleiert wir sollen doch mit ihnen Tuk Tuk fahren. Dabei soll der Tempel nur 1km entfernt liegen, wäre durchaus in Laufnähe. Jeder will einem was andrehen und in seinen Laden locken. Alle paar Meter stinkt es nach etwas anderem. Eine Minute in der Sonne, beginnt der Schweiß in Bächlein am Körper runterzulaufen. Und so wurden wir dann an der ersten Kreuzung doch von einem Tuk Tuk Fahrer angehalten. Er hatte einen großen Stadtplan und hat uns erst mal erklärt, wo wir sind und wo die Tempel etc. liegen. Irgendwie hat er mitbekommen, was wir uns angucken wollten und konnte dann auch vom Lumpini Park abraten, da hier wohl aktuell politische Unruhen stattfinden. Dort wo wir sind, merkt man allerdings gar nichts davon. In der Khaosan Road kommt es einem einfach nur vor wie auf einem thailändischen Ballermann… Als nächstes Problem tauchte dann meine Bekleidung in den Vordergrund. Für den Tempel waren die T-Shirt Ärmel zu kurz. Eine lange Hose hatte ich ja extra vorsorglich schon eingepackt. So würde man mich jedenfalls nicht reinlassen. Wir hatten aber keine Lust schon wieder zum Hotel zurückzugehen (nachdem wir bereits zwei Mal wieder ins Zimmer mussten, um vergessene Gegenstände zu holen – ja, das ist vielleicht wegen der Hitze passiert) und uns noch mal passend anzuziehen und haben den Tempelbesuch eben auf morgen verschoben. Schlussendlich wollten wir dann eben zuerst einkaufen gehen. Also haben wir ein Tuk Tuk genommen und haben uns zum Einkaufszentrum MBK fahren lassen. Ich wollte ja schon lange mal mit dem lustigen Fahrzeug fahren und bei der Hitze ist der Fahrtwind auch durchaus angenehm. Nur der Fahrstil könnte beruhigender sein. Wäre ich Autofahrer, würde ich vermutlich an jeder Kreuzung kläglich beim Abbiegen scheitern oder irgendwelche Drehmanöver von Rollern viel zu spät realisieren. Nein – der Verkehr ist nicht so mein Ding hier..

während der Fahrt im Tuk Tuk ist unser Fahrer mal eben rausgesprungen und hat am Vorderrad herum hantiert

Im MBK findet man etliche Verkaufsbuden auf 7 Stockwerken. Es sieht aus wie ein riesiger, klimatisierter Flohmarkt. Die Temperaturen im Einkaufszentrum waren so angenehm, dass wir den ganzen Tag dort verbracht haben. Hier muss man auch sehr genau gucken, wo die Preise am besten sind, denn alle Waren gibt es mehrfach zu unterschiedlichen Preisen. Oft haben wir sie billiger bekommen, da wir erst beim zweiten Durchgang wirklich angefangen haben zu kaufen. Technik ist hier ziemlich preiswert und da konnte ich nicht widerstehen mir einen Gorillapod zu kaufen, der in Deutschland aktuell 10x so viel kostet, wie hier 😉
Da wir nach Bangkok nach Hause fliegen, müssen wir uns ja endlich keine Sorgen mehr darüber machen, wie alles gut in den Koffer passt und dass dieser nicht zu schwer wird…

Insgesamt ist Bangkok ziemlich anders, als alle Orte, an denen ich bisher war. Es ist sehr voll und lebendig, anstrengend, laut und heiß. Viele Leute laufen mit Mundschutz herum, was  für eine enorme Luftverschmutzung spricht. Am Straßenrand stehen Stände, wo man Essen kaufen kann (wir lassen das mal lieber sein, dem europäischen Magen wollen wir auf der letzten Etappe keinen Schaden zufügen). Gestern wurden Spieße gegrillter Skorpione angeboten. Soll ja angeblich wie Chips schmecken, aber ich werde dieses kulinarische Highlight nicht selbst probieren!

Für morgen ist ein Ausflug zu den schwimmenden Märkten, sowie dem Zugmarkt geplant. Diese sind etwas außerhalb von Bangkok, ich bin also sehr gespannt, wie lebendig es dort zugeht…

Christchurch

Nun haben wir unsere letzte Station in Neuseeland erreicht: Christchurch.
Christchurch ist die größte Stadt der Südinsel und die zweitgrößte Stadt Neuseelands.
Wenn man hier jedoch viel Leben oder Hochhäuser erwartet, liegt man ziemlich falsch.
Die meisten Gebäude sind nur einstöckig. Im Stadtzentrum gab es 2010 und 2011 zwei sehr starke Erdbeben.
Das Beben 2011 hatte sein Epizentrum nur 3km vom CBD entfernt, deshalb hat es die Stadt sehr stark beschädigt.
Auch heute, drei Jahre danach, sieht es noch nicht ansatzweise gut aus.
Die meisten Gebäude stehen leer, andere werden gerade abgerissen.
Überall werden Straßenbauarbeiten durchgeführt und Rohre verlegt.
Unser Busfahrer hat uns erklärt, dass sich hier oftmals Hausbesitzer und ihre Versicherungen gestritten haben, ob ein Haus saniert werden kann und soll oder ob man es abreißen und neu bauen muss.
Oftmals waren sie sich da so lange unsicher, dass bis heute einfach nichts unternommen wurde.
Finde ich ziemlich unglaublich. Die Stadt macht auf mich einen sehr traurigen Eindruck und ich bin wirklich froh, dass wir sie bald wieder verlassen dürfen.
In Neuseeland gibt es nun mal nur zwei internationale Flughäfen, die von Emirates angeflogen werden, also mussten wir wohl oder übel hier einen Stop einlegen.
Die Alternative wäre gewesen wieder den ganzen Weg zurück nach Auckland zu fahren, aber das war es uns dann auch nicht wert…

Nun zu den schöneren Aspekten der Stadt. Es gibt eine Straßenbahn, die sogar wieder einen Teil der ursprünglichen Strecke fährt.
Das haben wir allerdings nicht gemacht, da unsere Kiwi-Dollars sich ganz rapide dem Ende neigen und wir kein neues Geld mehr für nur den letzten Tag abheben wollen.

Im Stadtzentrum wurden viele Ruinen offenbar abgerissen, denn hier stehen etliche Container rum.
Aus Schiffscontainern kann man sogar ein Einkaufszentrum bauen. Es heißt Re:STORE und sieht eigentlich aus wie ein kleines Kunstwerk.
Jeder Container hat eine andere Farbe und zusammen wirkt es wie eine freundliche Ansammlung von Boxen, die sich ein verrückter Künstler ausgedacht hat, statt einem Notbehelf.
In einem Container ist auch eine Bäckerei untergebracht. Die erste in Neuseeland, bei der wir Brezeln gefunden haben. Hätten wir ja gerne mal wieder gegessen, aber die hier sehen dann doch etwas weniger gut aus als daheim.
Stellenweise sind sie so dünn wie Salzstangen und dann soll man auch noch 3,50$ pro Stück zahlen.

Weiterhin gibt es auch einfach hübsche Stellen oder Straßenkunst zu beobachten.
Zum Beispiel haben wir eine Hauswand entdeckt, an der ein Mini Cooper aufgehängt war oder etliche gute Graffitis.

Morgen steht unsere nächste Flugetappe an. Zuerst geht es nach Sydney, von dort aus weiter nach Bangkok.
Hier werden wir einen weiteren Stopover einlegen, bevor es nächste Woche endgültig nach Hause geht.
Da wir ab jetzt kein Internet mehr haben werden, gibt es die nächsten Blogeinträge wieder nachträglich.

Tasman Valley

Gestern wurde uns eine Wanderung durch das Hooker Valley empfohlen.
Eigentlich hatten wir ja keine Lust mehr auf viel Bewegung, aber spätestens als das Stichwort “Hängebrücke” gefallen ist, war klar, dass wir in das Tal gehen.
Die einzige wirkliche Hängebrücke in unserer Reiseplanung war nämlich im Kaitoke Regionalpark, den wir leider nicht besuchen konnnten.
So war das heute dann ein passender Ersatz dafür.
In Neuseeland heißt aber jede Wanderung, auch wenn sie durch ein Tal führt, dass man sich gut anstrengen muss.
Bei uns war das heute der Fall, weil der Boden aus rutschigem Schotter bestand.
Zum Glück war es nicht so weit und nach einer Stunde haben wir die erste Hängeseilbrücke erreicht.
Wir sind sogar noch bis zur zweiten marschiert, dann waren wir definitiv zu erschöpft, zumal man sich nicht mal gescheit irgendwo hinsetzen und ausruhen kann, ohne dass die bescheuerten Sandfliegen ankommen.
Die kleinen Biester zwingen einen förmlich zum weiterlaufen, egal wie fertig man ist.
Wie schon oft zuvor sind wir heilfroh im Herbst hier zu sein, weil es immer noch warm genug ist.

Am Nachmittag hatten wir unsere nächste gebuchte Tour: zum Gletschersee.
Wir wurden hier im Mount Cook Village abgeholt und sind dann bis zum Carpark vor dem See gefahren worden.
Unser Fahrer war ein Asiate, der offenbar Probleme mit der Aussprache des “r” hat.
Viel verstanden haben wir nicht, aber ein Wort hat mich dann doch noch für die ganze Fahrt amüsiert: “supplies” anstelle von “surprise”.
Von dem Carpark aus mussten wir noch 20 Minuten bis zum Gletschersee laufen.
Dieses Mal waren wir aber mit Abstand die jüngsten Teilnehmer, alle anderen schon (fast) im Rentenalter, also hatten wir trotz Erschöpfung keine Probleme mitzuhalten… 😉
Am See gab es dann Schwimmwesten für jeden und wir sind mit zwei Booten über den See gefahren.
Das Wasser ist ganz kalt (ca. 2°C) und grau.
Am Ende des Sees ist der Gletscher und täglich brechen ein paar Stücke Eis ab.
Wie lange sie schon abgebrochen sind, kann man daran erkennen, welche Farbe sie haben und wie dicht sie sind.
Je länger sie schon in der Sonne lagen, desto weicher ist das Eis.
Von oben sahen die meisten Brocken sehr klein aus, aber unterhalb der Oberfläche befinden sich ja auch 90% des Eisberges. Das heißt man sieht quasi nichts davon.
Manchmal drehen sich die Eisberge auch aus heiterem Himmel und die Bereiche, die vorher unter Wasser waren, sind fast blau.
Nach der rasanten Fahrt um den See ging es dann wieder zurück und wir müssen uns dann auch schon fast wieder von den neuseeländischen Alpen (& ganz bald von Neuseeland überhaupt) verabschieden.

Als Einstimmung auf den anstehenden Rückflug (ok genau genommen sind es ja sogar 4 Flüge – wir sind nur ein bisschen verrückt das auf uns zu nehmen…) habe ich heute beschlossen die Flugzeughose zu bügeln nachdem sie total verkrumpelt aus der Waschmaschine kam. Das ist aber gar nicht einfach.
Bei der Unterkunft wo wir gewaschen hatten, gab es nix zum bügeln. Dann kam sie so mit bis nach tekapo, hier fehlte nur das Bügeleisen – immerhin ein Bügelbrett war schon mal vorhanden. Also kam sie wieder so mit bis nach mt Cook. Hier gabs danm endlich beides, aber so einfach gehts dann auch nicht.  Das Räumchen hatte nämlich kein Licht. Zum Glück hat Jenni eine Taschenlampe dabei und so wurde aus einfachen Dingen mal wieder ein kleines Abenteuer…

Mt Cook & Helikopter

Heute war definitiv einer der aufregendsten Tage des Urlaubs.
Von Tekapo ging es zuerst zum Mt Cook. Komischerweise kam der Bus über eine Stunde eher an, als geplant.
Nun hoffen wir, dass bei der Rückfahrt alles glatt geht und er da nicht auch zu früh kommt und wir uns verpassen…
Entgegen der Wettervorhersage schien tatsächlich die Sonne und so haben wir beschlossen direkt zum Tourenschalter zu gehen, um unseren lange geplanten Helikopterflug zu buchen.
In Franz Josef kamen wir zu spät und da ging es nicht mehr, also haben wir hier den erst möglichen Flug gebucht.
Der war gerade mal 30 Minuten nach der Buchung, also war gar keine Zeit mehr zum aufgeregt werden.
Dann wurden wir auch schon abgeholt und haben noch eine kurze Sicherheitseinweisung erhalten.
Auf einmal saßen wir auch schon im Helikopter, ganz vorne neben dem Piloten (der im übrigen auch ein klein bisschen deutsche Wurzeln hat).
Dann ging es los. Mir kam der Flug ziemlich schnell und rasant vor, mit tollen Aussichten.
Auf jeden Fall war es sehr aufregend.
Ebenfalls dazu gehört hat eine Eislandung auf dem Tasman Gletscher.
Hier hatten wir kurz Zeit, um auf dem Eis rumzuklettern. Ganz schön rutschig mit meinen abgelaufenen Turnschuhen… aber der Pilot hat uns ja beim Aussteigen geholfen.
Anschließend ging es wieder zurück zum winzigen Mt Cook Airport.

Wanderung am Lake Tekapo

Heute haben wir eine Wanderung um den See gemacht.
Hier sieht alles schon sehr herbstlich aus.
Zusammen mit der kargen Landschaft gibt dies ein sehr hübsches Bild ab.
Eigentlich war der Wanderweg mit 2 Stunden zum Aussichtspunkt beschrieben, gebraucht haben wir letztenendes fast das Doppelte.
Liegt zum Einen daran, dass an vielen Weggabelungen keine Schilder stehen und man nicht weiß welcher Weg der richtige ist.
Fast immer haben wir den richtigen Weg gewählt, nur einmal nicht – da waren wir plötzlich auf einem steilen, schmalen Trampelpfad und ich kam mir schon vor wie eine Ziege.
Zum Anderen haben wir viele Fotostops oder Verschnaufpausen eingelegt.
Das ständige Bergauf Laufen ist nicht so mein Ding und die Beine wollen dann irgendwann nicht mehr.
Auch die Füße leiden jeden Tag ein bisschen mehr – zum Glück war die Landschaft heute so schön, dass sie das wieder gut macht.
Als wir endlich den Aussichtspunkt erreicht hatten, gab es plötzlich auch einen anderen Weg hinunter durch den Wald.
Dieser war viel kürzer, aber auch ohne die grandiosen Aussichten.

Lake Tekapo

Unser Zwischenstop in Cromwell ist nun vorbei und schon wieder ging es mit dem Bus weiter.
Die Dame von unserem Hostel hat uns sogar zur Haltestelle gefahren, ich weiß selbst nicht so genau warum. Jedenfalls haben wir uns so ein gutes Stück Fußweg gespart, was mit kaputten Kofferrollen ja sicher gleich doppelt so weit erscheint.
Einziger Haken bei der Sache: auf dem Rücksitz liegt wohl sonst gerne der Hund. Entsprechend sah meine Jacke dann auch aus und die Zeit, die wir durch das Fahren zu früh am Bus waren, konnte ich gerade wieder aufbrauchen, indem ich mir die Hundehaare von der Jacke abgelesen habe :-S

Auch heute hatten wir wieder eine gandiose Landschaft, die wir leider nur aus dem Fenster betrachten konnten. Einmal sind wir jedoch stehen geblieben, um Fotos von Mt Cook zu machen. Da fahren wir in zwei Tagen auch noch hin. Heute gig es aber erst mal an den See “Lake Tekapo”. Die Landschaft sieht hier schön herbstlich aus und morgen ist auch schon eine Wanderung geplant, bei der sich bestimmt viele Fotomotive ergeben – kommt dann wahrscheinlich morgen online.

Cromwell

Heute haben wir Dunedin wieder verlassen. Die Neuseeländer sprechen das übrigens sehr lustig aus: “Du-nie-dn”. Sehr gewöhnungsbedürftig. Aber mittlerweile kann ichs auch. Eigentlich wollten wir ja direkt zum See Tekapo fahren, aber mit dem Bus muss man eben flexibel sein. Gibt nämlich keine Direktverbindung da hin und offenbar waren wir für nen Anschlussbus auch zu spät. Deshalb haben wir dann wohl mal ne Nacht in Cromwell eingelegt. Ich dachte erst hier gibt es nichts sehenswertes, aber in der Tat ist die Landschaft hier (und auch im Queenstown herum) wirklich sehr schön. Allerdings gibts dazu keine Fotos, denn aus dem Bus heraus macht das keinen Sinn. Zudem steht hier eine große Obstfigur, vermutlich das Wahrzeichen, denn auf den Postkarten ist es auch zu sehen.

Aktueller Zwischenstand. Wir haben eine lange Reise hinter uns, das geht natürlich nicht spurlos an allen/allem Beteiligten vorbei. Jüngster Defekt sind 2 von Jennis Kofferrollen. Nun schiebt sich das Teil enorm schwer. Gut, dass nur noch 1,5 Wochen vor uns liegen. Schlecht, dass wir in der Zeit noch 4x die Unterkünfte und 2x das Land wechseln werden. Für den nagelneuen Koffer war es die erste Reise und schon ist er hinüber. Ich habe wirklich den Eindruck, dass heutzutage keine Qualitätsware mehr hergestellt wird. Auch mein Koffer leidet schon, obwohl er auch erst ein halbes Jahr alt und zum zweiten Mal auf Reisen ist. Neben den üblichen Abnutzungs- und Dreckspuren hat er nun unten auch zwei Löcher (wehe es regnet rein!) – aber wenigstens rollt er sich noch.
Ansonsten mussten schon 2 Kleidungsstücke genäht werden. Auch meine Handtasche ist kaputt gegangen: am Verschluss. Am ersten Tag in Dubai, direkt am Flughafen. Super, war ja nur für Wertsachen gedacht – nun habe ich eine Neue… Ach ja, nicht zu vergessen der gute alte Steckdosenadapter. In Dubai hat er noch hervorragend funktioniert, aber ab Australien wollte er nicht mehr. Das Stück ist zwar älter als ich, er hätte aber gerne noch bis zum Ende der Reise durchhalten können… wollen wir mal hoffen, dass es im Großen und Ganzen dabei bleibt und nicht noch mehr nennenswertes hinzu kommt.

Moeraki Boulders

Schon lange habe ich mich auf den Ausflug zu den Moeraki Boulders gefreut und am 28. März war es dann auch soweit.
Wie das mit vielen interessanten Ausflugszielen so ist, sind sie nicht leicht zu erreichen. Sprich: es gibt keine fertig organisierte Tour. Deshalb haben wir zwei einzelne Busfahrten gebucht und eine Menge Zeit vor Ort gehabt. Derartige Ausflüge gestalten sich immer spannend. Das fing schon im Bus an. Der Busfahrer wollte wissen, was wir denn in Moeraki machen wollen. Daraufhin haben wir ihm erklärt, dass wir sowohl die bekannten Steinkugeln sehen wollen, als auch den Leuchtturm und die Pinguine dort. Daraufhin hat dieser völlig verständnislos entschieden uns bei den Moeraki Boulders rauszulassen anstatt bei der richtigen “Bushaltestelle” weiter hinten am Highway. Hier gibt es nämlich keine Haltestelle. Hier gibt es genau genommen gar nichts. Man steht am Rand der Schnellstraße und hofft darauf, dass der Bus auch kommt.

Schließlich haben wir uns den letzten Rest zu Fuß auf den Weg gemacht und waren dann ein paar Stunden bei den Steinkugeln zum Fotografieren. Hier hätte ich mal wieder viel länger bleiben können, vor allem hätte ich auch furchtbar gerne den Sonnenuntergang fotografiert. Alles war geplant. Sogar die Gezeiten hätten gepasst. Kleines Problem: eine geschlossene Wolkendecke.
Außerdem wollten wir auch gerne die Pinguine sehen, die hier in freier Wildbahn leben. Deshalb blieb dann doch nicht mehr Zeit für die lustigen Steinkugeln am Strand.

Im Souvenirshop haben wir sicherheitshalber noch mal nachgefragt, ob auch wirklich Pinguine am Leuchtturm sind, man weiß ja nie. Uns wurde versichert, dass welche da sind und prompt haben wir eine Wegbeschreibung erhalten – für den Autoweg. Nun meinten wir, dass wir laufen wollen. Das konnte die Verkäuferin sich ja überhaupt nicht vorstellen, wie man so weit laufen will. Das wäre ja unmöglich. Also wollten wir wissen, wie weit es denn ist. 4-5km pro Weg. Hört sich nun wirklich nicht so schlimm an. Sie hat uns zwar empfohlen uns von anderen Touristen per Anhalter mitnehmen zu lassen, doch das wollten wir eigentlich nicht.

Da es hier zwischen 19 und 20 Uhr dunkel wird, sind wir gleich aufgebrochen. Denn auch wenn man einen Ausflug selbst plant, wird es wieder knapp mit der Zeit und man kann sich schön stressen. Ist ja auch nicht als Erholungs-, sondern vielmehr als Erlebnisurlaub geplant.
Über den Strand haben wir nach einer halben Stunde den Ort Moeraki erreicht. Hier jagt ein Hügel den anderen und das Laufen strengt enorm an. Zum Glück gibt es hier Internet, denn so konnten wir uns von google zu der “Lighthouse Road” führen lassen. Ab hier war der Boden nur noch eine Schotterpiste für den Rest des Weges. Selbstverständlich ging es hier auch an einer Tour auf  und ab. Wenn ein Auto an uns vorbeigefahren ist, hat sich alles in eine große Staubwolke verwandelt. Kann ja nicht besonders gesund sein, das so einzuatmen. Aber was tut man nicht alles…
Nach einer Ewigkeit und unter größten Anstrengungen haben wir dann auch den Leuchtturm erreicht.
Immerhin waren tatsächlich 8 Pinguine und etliche Seehunde zu sehen.

“they could be buddies”

Dort wurden wir dann auch von mehreren Leuten angesprochen, dass es ihnen leid tut, dass sie uns nicht mitnehmen konnten (weil kein Platz mehr im Auto war). Eine Frau hat sich so schlecht gefühlt und wollte uns irgendetwas geben, um es wieder “gut zu machen” – zack hatten wir eine Packung Himbeeren in der Hand als Geschenk. Total überrumpelt. Sowas hätte es in Deutschland sicher nicht gegeben. Nach der Wanderung haben wir uns aber auch sehr über die Himbeeren gefreut (und es waren sogar mal Einheimische).
Wie man sich denken kann, gibt es am Rand des Schotterweges keine Straßenlampen, deshalb mussten wir ziemlich zügig wieder zurück laufen – entlang an ungezählten Schafen, die uns allesamt nachgeguckt haben. Wahrscheinlich froh drum, dass sie selbst nicht so weit laufen mussten 😉
Kurz vor Moeraki hat dann plötzlich ein Auto angehalten und wir wurden gefragt, ob wir ein Stück mitgenommen werden wollen. Da wir so fertig waren, haben wir eingewilligt. Das britische Paar hat uns dann in ihrem Wohnwagen bis zum Ortskern mitgenommen. Dort ging es dann in das einzige Restaurant – so hat man immerhin keine Entscheidungsprobleme. Entweder in die Taverne oder man kriegt eben gar nix zu essen.
Dort haben wir uns dann wieder gestärkt und noch mal einheimisches Bier & Cider probiert. Hier sogar zu halbwegs moderaten Preisen (neuseeländische Verhältnisse). Scheinbar ist es in ländlichen Gegenden billiger…

Um 21 Uhr war dann wirklich alles stockdunkel, aber wir mussten los zur “Bushaltestelle”. Direkt vor der Tür der Taverne kam uns ein Hund entgegen gelaufen und hat sich gefreut. Der lief vorher schon da rum und wir dachten der Besitzer ist doch bestimmt in der Nähe. Keine Ahnung, der Hund hat uns jedenfalls nicht mehr aus den Augen gelassen und ist den gesamten Weg bis zum Highway mitgekommen. Wir haben auf Deutsch und Englisch versucht ihn zu überzeugen mal wieder zurück zu gehen, aber das war dem ganz egal. Ziemlich ungünstiger Ort für einen freilaufenden Hund zwischen den Bahngleisen und dem Highway rumzurennen, aber was sollten wir tun.

Um 22 Uhr kam glücklicherweise auch unser Bus. Pünktlich. Es ist ein Herr ausgestiegen, hoffen wir mal, dass der Hund sich ein neues Spielzeug gesucht hat und mit ihm wieder zurück gegangen ist..
Wir hatten jedenfalls riesen großes Glück, dass dieser Herr in Moeraki aussteigen wollte. Denn sonst wäre der Bus höchstwahrscheinlich an uns vorbeigefahren. Wir standen nämlich nicht auf der Liste, obwohl wir die Fahrkarten vorab online gekauft hatten. Bisher hatte das immer geklappt, aber er hat uns ja auch so mitgenommen.

Milford Sound

Nachdem das mit dem Gletscher kräftig in die Hose gegangen ist, hatten wir wenigstens mit unserem nächsten Ausflug wieder Glück mit dem Wetter.
Zunächst ging es von FranzJosef mit nakedbus weiter nach Queenstown. Die Fahrt war auch wieder ziemlich lang und denkbar unbequem in einem super engen Bus, da fällt der Abschied von dem Busunternehmen gar nicht mehr schwer!
Komischerweise hatten wir erwartet, dass es beim Gletscher kalt ist, aber da war es angenehm mild. Richtig im Keller waren die Temperaturen dann jedoch hier unten, was wir nach wochenlangem milden Wetter gar nicht mehr gewöhnt waren.

Da die eine Busfahrt ja noch nicht lang genug war, ging es gleich am nächsten Morgen in aller Frühe los zu den Fjorden. Knappe 6 Stunden hat die Fahrt nach Milford Sound gedauert. Zwischendurch haben wir mehrfach kurze Fotostops eingelegt. Wären wir selbst gefahren, hätten wir unser Tagesziel vermutlich nicht erreicht, weil wir alle paar Hundert Meter angehalten wären zum Fotografieren. Das ist schon sehr schade, wenn man einfach “nur” durch die Landschaft fährt und nichts außer Erinnerungen im Gedächtnis mitnehmen kann, zumal es ja nicht umbedingt ein Reiseziel ist, wo man mal eben jeden Sommer hinfliegt…

Mirror Lakes

ein zutraulicher Kea auf dem Parkplatz

Mittags haben wir dann den Fjord erreicht. Als nächstes stand eine Schifffahrt an, denn so kann man den Fjord am besten erkunden. Beim Anleger kamen nette kleine Mücken an, sobald man stehen geblieben ist. Ich vermute das sind diese gemeinen Sandfliegen, die so schlimme Stiche verursachen. Also bin ich panisch hin- und hergelaufen, bis wir endlich mal auf dem Schiff waren. Dort wurde es besser und ich konnte mich wieder entspannen.
Die nächsten 90 Minuten ging es über das Wasser den Fjord entlang bis zum Meer und dann wieder zum Anleger zurück.

Seehunde

die größte Reederei hier unten?! (Schiff: Diamond Princess)

 Spät abends sind wir wieder in Queenstown angekommen. Bei Tageslicht haben wir den Ort leider nie gesehen, aber in der Dämmerung sah es sehr süß aus und ich hätte gerne noch einen Tag dort verbracht. Das lässt unser straffer Zeitplan nur nicht zu, deshalb haben wir den langen Tag noch länger gemacht und sind nachts durch die Straßen spaziert.

“Es ist Sommer, egal ob man schwitzt oder friert; Sommer ist was in deinem Kopf passiert,…”

Franz Josef

Eigentlich wollten wir in Franz Josef ja mit dem Helikopter auf den Gletscher fliegen und oben auf dem Eis rumkrackseln, doch das Wetter hat leider nicht mitgespielt und so wurde unser Flug kurz vor knapp abgesagt. Auch der zweite Versuch heute Morgen war nicht anders. Aber bei dem grauen Wetter hätte man wohl oben auch überhaupt keine Sicht gehabt.
Später verlassen wir das kleine Bergdorf wieder und freuen uns wieder auf höhere Temperaturen 😉

Weiterfahrt nach Franz Josef

Um 6 Uhr klingelt der Wecker. Das dritte mal früh aufstehen in Folge – mit Erholung hat dieser Trip wirklich nicht viel zu tun. Dafür steht ja auch eine sehr lange Fahrt an und je eher es losgeht, desto früher kommt man auch an. Heute ging es wieder mit unserem altbekannten nakedbus los. Schon die vorletzte Fahrt, da wurde ich fast schon melancholisch… im Süden der Südinsel kommt man nämlich nur noch mit dem Intercitybus gescheit voran.
Hier unten ist das Verkehrsnetz auch insgesamt weniger gut ausgebaut. Die Strecke, die wir heute gefahren sind, wird nur 3x wöchentlich angeboten – da lohnt es sich durchaus wenn man frühzeitig alles so plant, dass man dann genau zu den Fahrtagen startklar ist zum Weiterfahren.
Da wir etwa 10 Stunden unterwegs waren (mit dem gleichen Busfahrer) hatten wir heute mal richtig lange Stops. Sonst waren es nur so 5-10 Minuten, heute 25-45 Minuten pro Stop. Daher hatten wir in Punakaiki auch genügend Zeit, um noch bei den Pancake Rocks vorbeizuschauen. Eigentlich standen die sowieso auf unserer Liste, ließen sich aber nicht mit extra Übernachtungsstop in unsere Planung einbauen, von daher waren wir gleich doppelt froh, dass das heute dann so unkompliziert funktioniert hat. Noch dazu hat es hier dann auch super gut aufgeklart, was will man mehr.
Die Felsen wurden vom Meer so abgewaschen, dass sie aussehen sollen wie aufeinander gestapelte Pfannkuchen. Mit etwas Phantasie kommt es schon hin.

Am frühen Abend haben wir unseren nächsten Übernachtungsstop Franz Josef erreicht. Dies ist ein kleines Bergdorf mit Blick auf den Rand vom Gletscher – zumindest sieht man Schnee auf den Bergen…
Hier in der Nähe ist auch wieder das Meer und sogar der Regenwald: ganz viele verschiedene Landschaften treffen also aufeinander.
Insgesamt erscheint mir die Südinsel bisher auch deutlich grüner, als die Nordinsel, aber noch haben wir ja nicht so viel gesehen.

Blick von Franz Josef aus

Ein Tag im Abel Tasman Park

Heute haben wir einen Tagesausflug in den Abel Tasman Nationalpark gemacht – kann ich definitiv weiterempfehlen.
Zuerst ging es mit dem Reisebus nach Marahau. Von dort aus sind wir die 12,4km bis zum nördlich gelegenen “Ort” Anchorage gewandert. Kalkuliert sind dafür 4 Stunden Laufzeit, da man ja keine besonders gut ausgebauten Wege vorfindet. Trotz allem: im Vergleich zu den bisherigen Wegen war dieser sehr einfach zu begehen und nicht so anstrengend wie befürchtet. Zwischendrinnen hat man immer mal Sicht oder auch Zugang zu kleinen Buchten und Stränden. Definitiv sehenswert!
Der Park ist sehr naturbelassen, daher haben wir auch öfters mal einheimische Tiere getroffen.
Unter anderem waren ähnliche Vögel wie die Kiwis dabei, bloß sind diese tagaktiv und haben offenbar einen lustigen Büschel auf dem Kopf.
Natürlich trifft man auch ständig auf irgendwelche anderen Wanderer. Die meisten sprechen auch mit einem.
Eine Frau hat uns zum Beispiel mitgeteilt, dass ihre Freundin eine Sklaventreiberin ist und sie durch den Weg scheucht, eine Stunde hin und eine zurück.
Außerdem sind wir auf viele Jogger getroffen. Finde ich persönlich ja total verrückt: es ist warm, der Boden ist erdig und es raken Wurzeln heraus (-> Stolperfallen) und noch dazu geht es als hoch, runter oder um die Kurve. Daher habe ich dann angefangen über “Lady Gagas” zu reden und so hatten wir wenigstens unseren Spaß…
Am Nachmittag ging es mit dem Boot von Anchorage zurück nach Kaiteriteri und ab da wieder mit dem Bus nach Nelson.

Heute Abend haben wir uns dann auch endlich das schon lange ausgesuchte Bier gegönnt. Was mit Reisepass so alles möglich ist 😉 Schmeckt aber irgendwie nicht anders als daheim, außer das Schwarzbier, aber wir können leider nicht definieren wonach es hier schmeckt.
Der Pudding ist übrigens sehr lecker! Schmeckt mehr wie Brownies mit Vanilleeis, aber das finde ich sowieso besser.

Der Wanderweg

die lustigen Kiwi-ähnlichen Vögel

ein bisschen Flora…

Aussichten, für die selbst ich gerne wandern gehe 😉

zwischen drinnen gibt es immer ein paar ganze graue Äste. dachte das muss auch mal irgendwo rein

Anchorage
das ist hier der “Schokopudding” mit Eis

Zeit für einen Inselwechsel

Wellington hat uns nicht so gut gefallen, deshalb ist es nur gut, dass wir heute wieder weiterziehen mussten.
Zur Abwechslung ging es mal mit der Fähre weiter zur Südinsel.
Das Wetter war gegenüber meiner Befürchtungen doch nicht so stürmisch (letzte Nacht hat es sogar im Zimmer gezogen weil die Fenster wohl nicht mit deutscher Gründlichkeit abgedichtet wurden) und die Überfahrt verlief ganz angenehm.
Die Südinsel hat uns mit einer Fahrt durch einen netten Fjord begrüßt.
Auch Picton sah vom Schiff aus nach einem netten Hafenörtchen aus, aber da wir einen Anschlussbus gebucht hatten, mussten wir gleich weiter nach Nelson fahren.
Das ist nun auch unser zu Hause für die nächsten zwei Nächte.
Ab jetzt wird die Reise so richtig anstrengend, denn wir bleiben nie mehr länger an einem Ort.
Also noch mehr Koffer packen und schleppen. Ab einer gewissen Reisedauer wird das ganz schön anstrengend und ich denke die haben wir mittlerweile erreicht.

Tschüss, Wellington – auf nimmer Wiedersehen =)

Nelson sieht wieder ganz hübsch aus und wir haben auch endlich freies WLAN (deshalb hat es auch ein bisschen gedauert mit den anderen Posts).
Allerdings kann man scheinbar überall unschöne Erfahrungen machen.
Zum Beispiel wurden wir ausgehupt, weil wir bei GRÜN über die Fußgängerampel gegangen sind.
Wahrscheinlich hätte mich das nicht weiter interessiert, wenn ich mich nicht so sehr erschreckt hätte dabei.
Wann sollen wir denn sonst gehen, wenn nicht bei grün?!

Und nun kommt das absolute “Highlight” des Tages.
Seit längerem sind wir auf der Suche nach “billigem” Supermarktbier aus Neuseeland.
Schließlich wollen wir mal was aus dem Reiseland probieren, aber in der Bar kostet es ein kleines Vermögen, daher dieser Weg.
Also sind Jenni, Franky und ich zum Supermarkt gegangen, um dem Ziel näher zu kommen.
Wir sind ja erst 23 Jahre alt und sehen wohl auch nicht älter aus, denn bis 25 wird man an der Supermarktkasse nach dem Ausweis gefragt.
Kein Problem, dachten wir.
Nur hatte ich dummerweise den Reisepass in der anderen Tasche, die im Hostel stand.
Aber für alle Fälle hatte ich ja schlauerweise meinen Personalausweis dabei und ich wurde schließlich auch nach einer “ID-Card” gefragt.
Also habe ich der Verkäuferin den Perso hingehalten.
Die kann das natürlich nicht alleine authentifizieren, sondern ruft ihre Kollegin dafür zur Hilfe.
Die Kollegin will jedoch einen Passport haben (weil auf dem Perso ja auch ein Bild, mein Name und mein Geburtsdatum in Englisch stehen).
Tja, zack war das Bier dann weg.
Mein Vorschlag, dass Jenni meins mitbezahlt, weil sie den Reisepass dabei hat, fanden die beiden dann auch sowas von unmöglich, dass sie sicherheitshalber Jenni auch gleich ihr Bier weggenommen haben.
Zack war die zweite Dame auch weg und man fühlt sich wieder so in das lang entfernte Alter zurückgesetzt, wo man tatsächlich noch keinen Alkohol kaufen durfte.
Vielleicht war auch Franky nicht ganz so förderlich bei der Sache und hat uns noch jünger aussehen lassen. Wer weiß. Jedenfalls ist mir die Lust was zu probieren deutlich getrübt worden.

Bleibt zu hoffen, dass der kostenlose Schokopudding mit Eis in unserem Hostel wenigstens schmeckt und das tolle Supermarkterlebnis wieder ein bisschen gut macht.

Windy Welly

Shit happens und wir sind davon sicher auch nicht ausgenommen.
Klar hatten wir einglische Zeitangaben auch im Unterricht mal gelernt, aber rund um die 12 kann das schon noch verwirrend sein.
Deshalb dachten wir wohl auch zum Zeitpunkt der Buchung, dass 12:45am mittags wäre.
Ist es aber nicht, sondern kurz nach Mitternacht. Naja – halb so wild, denn wir haben es ja vor der Fahrt noch gemerkt und unseren Bus nicht verpasst.
Es ging also um 00:45Uhr von Taupo weiter in die Hauptstadt Wellington.
Man darf allerdings keine normale Hauptstadt erwarten, wie man das von Europa gewöhnt ist.
Erstens ist hier alles viel kleiner und die Fußwege sind sehr kurz vom einen Ende der Stadt zum anderen.
Okay – soweit ja nicht schlecht.
Zweitens ist das Nahverkehrsnetz echt schlecht ausgebaut. Wenn man innerhalb der Stadt fahren will, kommt man gut voran, aber die Wege sind allesamt zu Fuß zu meistern.
Wir hatten hingegen vor ein bisschen außerhalb was zu besichtigen.
Erster Plan war der Kaitoke Regionalpark, in dem auch Teile von Herr der Ringe gedreht wurden.
Also sind wir zur Touristinfo gegangen und wollten uns mal beraten lassen, wie man da am besten hinkommt, denn im Internet konnten wir vorab nur eine mäßige Wegbeschreibung finden.
Nun wurde auch klar wieso. Ohne Auto geht da nix. Man kann zwar mit dem Zug fahren, von dort mit einem Bus und von da aus dann für 50$ mit dem Taxi zum Eingang des Parks, aber das war uns dann doch ein bisschen zu umständlich.
Also haben wir uns informiert, was es stattdessen in der Nähe sonst noch so gibt.
Dabei sind wir auf eine Insel gestoßen, auf der wir uns auch eine schöne Wanderung erhofft haben. Aber auch Kapiti Island ist nur mords umständlich zu erreichen.
Man kann wohl schon raushören, dass uns “windy Welly”, wie die Neuseeländer ihre Hauptstadt auch nennen, nicht besonders freundlich empfangen hat.
Statt einem Ausflug haben wir dann wohl alle drei Tage im Zentrum verbracht – stets in Laufnähe des Hotels.
Eigentlich waren ja nur zwei Tage in Wellington geplant, doch aufgrund der Nachtfahrt kam ein weiterer hinzu, den es zu füllen galt.

Was haben wir also gemacht?
An einem Tag waren wir im Nationalmuseum “Te Papa”.
Dies ist ein interaktives Museum mit freiem Eintritt.
Normalerweise stehe ich ja nicht auf Museen, doch bei schlechtem Wetter ist das eine ganz gute Beschäftigung.
Außerdem haben wir dort ein bisschen was über die Ureinwohner (Maori), Einwanderer und Erdbeben gelernt.
Neuseeland liegt auf zwei verschiedenen Platten: der australischen und der pazifischen Platte.
Diese sind immer mal wieder in Bewegung und deshalb ist Neuseeland auch ein erdbebengefährdetes Gebiet.
Allein in Wellington gibt es wohl jede Woche eins (wenn auch nur ein kleines).
Wir sind wohl verschont geblieben, oder es war so schwach, dass wir es nicht bemerkt haben.
Wenn man sich das so bewusst macht, ist die Aussicht in einem knappen Monat wieder auf “sicherem” Boden zu sein doch sehr lukrativ (auch wenns in Deutschland noch nicht so mild ist wie hier).

Außerdem waren wir auf dem Mt Victoria Lookout. Hier oben hat man einen 360°-Blick auf die Stadt.
Der Weg hoch ist jedoch wieder mal eine Anstrengung für sich.
Erstens geht es logischerweise die ganze Zeit hoch und zweitens haben die Neuseeländer echt schlechte Stadtpläne.
Entweder sind Straßen nicht eingezeichnet oder nicht beschriftet.
Falls doch, könnte es auch vorkommen, dass Straßen in der Stadt nicht beschriftet sind oder von zweien nur eine, so dass man sich ebenso schlecht orientieren kann.
Intuition und viel Energie helfen dann und irgendwann kommt man auch oben auf dem Berg an.
Leider war das Wetter an dem Tag auch nicht so schön und die Sicht nicht besonders gut.
Vom Lookout ist es nur noch ein Katzensprung zum Flughafen und wenn man diesen so von oben betrachtet weiß man auch sofort, wieso hier keine internationalen Flüge abgehen.
Es gibt nur eine kleine Landebahn und ein paar kleine Abfertigungshallen. Da würden die bestimmt nicht zurechtkommen mit den großen Übersee-Fliegern und Passagiermassen.

An unserem letzten Tag in Wellington hatten wir noch den Botanischen Garten übrig.
Hierzu gehört auch ein hübsch angelegter Rosengarten (“Lady Norwood Rose Garden”).
Auch der Weg durch den botanischen Garten ist mal wieder anstrengend, denn ganz Neuseeland scheint aus ungezählten besiedelten Hügeln zu bestehen.
Vor kurzem haben wir gelernt, wieso die Nationalpflanze, der Silberfarn, so heißt wie er heißt.
Leuchtet man die Unterseite der grünen Blätter an, sehen sie silbern aus.
Das funktioniert auch mit dem Kamerablitz und so habe ich das mal im Bild festgehalten.
Oben angekommen haben wir nun auch das Wahrzeichen (?) erreicht: die rote Schienenbahn.
Da es sonst ja nicht so viel Spektakuläres gibt, haben wir kurzerhand beschlossen uns den Weg runter fahren zu lassen. Mit 3,50$ war es ohnehin ein Schnäppchen – der Weg hoch kostet jedenfalls mehr.

Lady Norwood Rose Garden

Silberfarn

Waitomo

Wer sparen will, hat auch weniger Komfort.
Dies ist irgendwie zum roten Faden in unserem Urlaub geworden.
Insbesondere bei den Ausflügen haben wir versucht kostengünstig davon zu kommen.
Entsprechend haben wir kein Komplattpaket gebucht, sondern jede Busfahrt und den Eintritt zur Glühwürmchenhöhle in Waitomo einzeln.
Also ging es schon um 7.30Uhr los bis nach Hamilton, von dort mit dem nächsten Bus nach Waitomo.
Hier waren wir dann jedoch sehr früh, da es ja kein aufeinander abgestimmtes Paket war und mussten eine Weile auf die gebuchte 13Uhr Führung warten.
Da wir auch nach der Führung noch Zeit übrig hatten, haben wir überlegt, was man sonst noch so in der Nähe machen kann und sind auf ein Kiwi Haus gestoßen.
In der Touristinfo wurde uns dann erklärt, dass man mit einem Shuttle um 14Uhr hinfahren kann.
Dies hat sich mit der Führung in der Höhle überschnitten, daher haben wir gefragt, ob wir schon eine Stunde eher zu den Glühwürmchen gehen könnten.
Etwas widerwillig hat man uns schließlich umgebucht.
Um 12Uhr war dann auch klar wieso. Wir waren die einzigen Personen für die Führung und hatten quasi unseren privaten Guide.
Mit dem Auto ging es über einen staubigen Feldweg ins “Nichts”.
Völlig unspektakulär sah dann auch der Eingang aus: einfach eine Treppe im Gebüsch – und das sollen nun die bekannten Glühwürmchenhöhlen sein.
Naja, in der Höhle haben wir dann schon vorne im Gang blaue Lichter gesehen, die Glühwürmchen.
Je länger wir im Dunklen waren, desto besser haben sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt und nun sahen die Tierchen nicht mehr blau, sondern weiß aus.
Wir haben gelernt, dass die Glühwürmchen bis zu 30 Seile produzieren können.
So ähnlich wie bei Spinnen, nur dass sie hier einfach senkrecht runterbaumeln.
Auch Glühwürmchen fangen so ihre Beute. Je hungriger sie sind, desto heller leuchten sie, um mehr Insekten anzuziehen.
Deshalb findet man sie auch nur an dunklen Stellen, wo es auch Wasser gibt, über das die Mücken zu ihnen kommen können.

Glühwürmchen

Da die Führung nun früher begonnen hatte, war es auch überhaupt kein Problem um 14Uhr den Shuttle zum Kiwi Haus zu bekommen.
Auf dem Weg dorthin sind wir an einem extravaganten Hotel vorbeigekommen.
Hier kann man in einem Schiff oder einem Flugzeug schlafen. Sowas würde ich ja auch gerne mal machen.
Das Kiwi Haus an sich war dann jedoch nicht so spannend.
Immerhin haben wir eine Fütterung mitbekommen, aber da die Tiere offenbar nachtaktiv sind, war es rund um deren Käfige dunkel. Noch dazu Fotoverbot. Gar nichts für mich 😉
Ansonsten waren auch noch viele weitere einheimische Vögel zu sehen. Da diese tagaktiv sind, hatten wir auch die meisten schon so in der Natur getroffen und es war nichts wirklich besonderes mehr.

Abends ging es dann mit unserem Nakedbus wieder zurück nach Hamilton.
Hier mussten wir erneut umsteigen, doch unser Anschluss hatte natürlich Verspätung.
Grund dafür war ein Feuer in der Hobson St in Auckland. Hier war scheinbar eine Restaurantküche explodiert und in Flammen aufgegangen.
Das krasse dabei ist, in genau dieser Straße haben wir vor wenigen Nächten selbst noch gewohnt!
Irgendwann kam dann der Bus auch und nach etwa 14 Stunden Ausflug sind wir wieder im stinkenden Rotorua angekommen.
Ich glaube, ich habe es vorher noch nicht erwähnt: manchmal kommt nachts so ein Schub Schwefeldampf durch die Ritzen unter der Tür.
Nicht mal drinnen ist man sicher vor dem Gestank. Aus diesem Grund ist es wirklich nicht schlimm, dass wir Rotorua am nächsten Tag wieder verlassen mussten.

Am Samstag sind wir in unseren letzten Stunden vor der Weiterfahrt nach Taupo erneut zu einer exklusiven Tour gekommen.
Wie ich ja bereits erwähnt hatte, wurden wir vom Maoridorf nicht mehr abgeholt.
Offenbar war der Bus des Reiseunternehmers kaputt gegangen und der Chef konnte uns daher nicht abholen.
Ihnen war das wohl so unangenehm, dass sie die Sache wieder gut machen wollten und haben uns daher eine kostenlose Stadtrundfahrt in Rotorua angeboten.
Sonst war wohl kein Tourist angemeldet, daher hatten wir den Spaß ganz für uns alleine.
Vielleicht lag das an dem nicht so prickelnden Wetter. Es war ein Sturm angekündigt und egal von wem wir es gehört hatten, alle haben so getan als wäre ein Orkan im Anmarsch.
Was wir jedoch mitbekommen haben, war dann nur Nieselregen und maximal eine leichte Prise Wind.
Unser Fahrer George hatte leider einen richtig üblen Akzent und es war uns kaum möglich etwas zu verstehen. Der denkt bestimmt auch wir können kein Englisch.
Ein bisschen was ist jedenfalls trotzdem angekommen: die Deutschen bilden die größte Gruppe an Touristen in Neuseeland. Auf Platz zwei kommt Groß Britannien.
Schon bemerkenswert finde ich, denn beide Länder sind so weit weg.

Hobbiton

Unser heutiger Ausflug hat uns an einen Drehort der Hobbit-Filme geführt: das Hobbiton Movie Set.
Passend dazu war auch der Transferbus lackiert.

Viel zu berichten gibt es hierzu eigentlich nicht. Dafür zeige ich einfach ein paar Bilder.
Was mir jedoch aufgefallen ist, sind die grünen Wiesen innerhalb des Movie Sets. Hier wird der Boden bewässert. Rundherum nicht und deshalb ist alles total vertrocknet und gelb. So hatte ich Neuseeland gar nicht erwartet (irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass es hier oft regnet und alles grün ist), bin aber doch froh, dass wir bisher so viel trockenes Wetter hatten und nicht bis auf die Knochen nassgeregnet wurden =)

hier sieht man besonders gut, wo das Hobbit-Gelände aufhört (da wo das Gras nicht mehr grün ist)

Green Dragon

Zum Abschluss der Tour gab es ein “Freigetränk” im “Green Dragon”. Wir haben uns für einen leckeren “apple cider” entschieden. (War ja sicher mehrfach im horrenten Eintrittspreis abgedeckt – trotzdem habe ich mich gefreut, dass ich hier sozusagen 10$ gespart habe, denn Alkohol kostet hier unten sehr viel)

Alles in allem haben mir die Hügel und die vielen kleinen Hobbithöhlen gut gefallen. Schade ist jedoch, dass man wieder mal total durch das Set gescheucht wird und kaum Zeit hat dem Guide zuzuhören und Fotos zu machen. Noch dazu ist alles voller Touristen (was erwartet man auch, gibt schließlich sehr viele Fans).

Rotorua

Die gestrigen Busfahrten sind überstanden und wir sind nachts gut in Rotorua angekommen.
Heute ging es dann gleich mit einem straffen Programm weiter. Morgens wurden wir von einem Bus (ja – man könnte meinen das sei das einzige was wir in dem Urlaub tun: Bus fahren) abgeholt und zu dem Thermalgebiet Wai-o-tapu gefahren.
Zuerst haben wir bei “mud pools” angehalten und konnten Fotos von grauer stinkender Blubbermasse machen.

Im Wai-o-tapu gibt es einen Geysir namens “Lady Knox”, welcher täglich um 10.15Uhr ausbricht. Hörte sich schon mal toll an und gesehen habe ich bisher auch noch keinen in echt. Als wir jedoch beim Geysir angekommen sind, erinnerte mich der Vorplatz mehr an ein Kino. Alles voller Bänke und vor allem auch voller Touristen. Zu allem Überfluss stieg dann auch noch ein Mann über den Zaun und hat sich als Moderator entpuppt. Nachdem er ein bisschen was über die vulkanischen Aktivitäten in Neuseeland und zu der Funktionsweise von Geysiren erzählt hatte, gabs eine Ladung Seifenpulver oder sowas in der Art. Die wurde in das Loch gekippt und SO wurde die Wasserfontäne erzeugt. Nix natürlich. Da hab ich mich schon ein klein wenig verarscht gefühlt.

Lady Knox

Danach haben wir uns die anderen Teile des Wai-o-Tapu angesehen. Hier gibt es ganz viele stinkende und blubbernde Löcher. Manche sind mit grauer Matsche gefüllt, andere nur mit bunt aussehendem Wasser.
Am bekanntesten ist hier wohl der “Champagne Pool” mit seinem orangenen Rand. Ebenfalls beeindruckend fand ich auch noch eine Art gelber See. Vermutlich kommt die Farbe vom Schwefel. Man kann sich also vorstellen, wie gut es dort überall duftet. Auch in Rotorua stinkt es zeitweise nach Schwefeldämpfen, ich vermute das hängt davon ab, wie der Wind weht. Zum Glück sind wir hier “nur” 4 Nächte.

Mittags wurden wir wieder eingesammelt und weiter zu einem Maoridorf namens Whakarewarewa gefahren.
Hier leben scheinbar die Maori noch heute, aber sie öffnen ihr Dorf dem Tourismus. Einerseits um den Touristen etwas von ihrer Kultur näherzubringen, andererseits aber auch um hiermit Geld zu verdienen.
Wir haben uns eine Maori-Aufführung angesehen. Das heißt uns wurden Lieder und Tänze vorgeführt. Teilweise waren die ganz schön laut und haben gut Eindruck hinterlassen.
Anschließend haben wir an einer Führung teilgenommen, in der uns noch mehr über die Lebensweise erzählt wurde. Hierbei haben wir zum Beispiel gelernt, dass die Maori auch heute noch die vulkanische Aktivität nutzen und mit dem heißen Wasser, das aus dem Boden geblubbert kommt, ihr Essen kochen. Als Tourist hat man sogar die Möglichkeit bei bestimmten Touren auf diese Weise zubereitete Speisen zu probieren (Hangi oder Süßmais), wir waren allerdings nicht Teil einer solchen Gruppe…
Eigentlich hätte man uns hier in Whakarewarewa auch am späten Nachmittag wieder abholen und zur Unterkunft zurückbringen sollen. Nur leider kam niemand. Schließlich mussten wir den Weg wohl zu Fuß zurücklegen. Schlauerweise hatte ich ja noch den Stadtplan in der Tasche und so war das nicht allzu schwierig.

auch im Maoridorf hats ordentlich geblubbert und gestunken

Wenn Sparfüchse Bus fahren

Vor der Reise haben wir uns lange überlegt, wie wir uns innerhalb von Neuseeland fortbewegen wollen.
Klar gibt es viele Gründe, die für einen Mietwagen sprechen.  Man ist flexibel und kann jederzeit überall hi fahren.
Auf der anderen Seite wollten wir aber auch schon alle Unterkünfte vorab reservieren, damit wir es auch tatsächlich schaffen all diejenigen Orte zu besichtigen, die wir beide sehen wollen. Damit war die Flexibilität ohnehin schon begrenzt und genaue Reisetage standen von Anfang an fest.
Schließlich haben wir die vielen Busunternehmen verglichen (denn das Zugnetz ist mäßig gut ausgebaut) und uns für die preisgünstigsten zwei Anbieter entscheiden.
Warum schreibe ich das gerade heute? Nun ja, hier rächt sich der Ehrgeiz billig davon zu kommen.
Heute fahren wir für sage und schreibe 3 € etwa 250km weit mit dem Bus: von Whitianga nach Rotorua. Das wäre mit keinem Mietwagen ansatzweise so billih geworden. Allerdings müssen wir auch 3x umsteigen und sind insgesamt über neun Stunden unterwegs. Das könnte man ja fast mit dem Fahrrad in der gleichen Zeit zurücklegen.
Dieser Tag macht mir schon seit einer Ewigkeit Sorgen, also drückt uns die Daumen, dass wir alle Anschlüsse kriegen und heute Nacht noch in unser Hotel reingelassen werden.

Cathedral Cove und Hot Water Beach ohne heißes Wasser

Was gibt es schöneres als Sonnenbrand? Ganz einfach: wandern und Sonnenbrand.
Genau das haben wir heute gemacht.
Zuerst ging es mit dem Bus nach Hahei. Von dort aus muss man das letzte Stück zur bekannten Cathedral Cove zu Fuß zurücklegen.
Wie wir das von vorherigen Wegen schon kannten, führt der Weg durch die vielfältige Natur.

Da wir früh gestartet sind, war der Weg noch angenehm leer und wir hatten die Stingray Bay ganz für uns alleine.
Fast jedenfalls: ein Mader kam uns kurz besuchen.

Unser eigentliches Ziel war jedoch die sehr bekannte Cathedral Cave und da wir rechtzeitig zum Bus zurückkommen mussten, sind wir schnell wieder aufgebrochen.
Weitere 35 Gehminuten später haben wir sie dann endlich erreicht.
Der Sand ist unglaublich sauber, der Strand großräumig und im Vergleich zu den mir bekannten europäischen Stränden extrem leer.
Am liebsten wäre ich hier ewig geblieben oder hätte mal im super klaren Wasser gebadet, habe mich dann aber doch lieber für Fotos entschieden – die kann man wenigstens mitnehmen.
Ein Guide von uns hat auch neulich gesagt man soll nichts hinterlassen, als Fußspuren und nichts mitnehmen außer Fotos.
Den Spruch finde ich gut – haben wir auch fast so gemacht… lediglich ein bisschen Sand mussten wir entführen, weil der sobald er in Kontakt mit der böse klebrigen Sonnenmilch kommt, nicht mehr loslässt.
Selbst beim Duschen klebt er noch bombenfest an der Haut.

Mittags ging es dann wieder mit dem gleichen Bus weiter zum Hot Water Beach.
Eigentlich ist dieser dafür bekannt, dass man Löcher ins Watt buddeln kann und dort dann heißes Wasser aus dem Boden kommt.
So hat man quasi seine kleine, warme Badewanne.
Problem bei der Sache: geht nur wenn Ebbe ist. Wann sind wir jedoch angekommen. Genau 1 Stunde vor dem höchsten Wasserstand.
Schließlich haben wir die vier Stunden Aufenthalt bis zur Rückfahrt einfach so am Strand verbracht.
Die Sonne scheint in Neuseeland wohl doch noch etwas aggressiver zu sein, als in Australien. So sind wir dann heute wohl doch noch Opfer von Sonnenbrand geworden.
Alles in allem war es ein sehr schöner Tag und falls einer der Leser auch mal nach Neuseeland reisen möchte, kann ich die Coromandel Halbinsel wirklich sehr empfehlen!

Whitianga

Heute ging es wieder mit Nakedbus weiter in ländliche Gebiete. Am frühen Abend haben wir den kleinen Küstenort Whitianga erreicht.
Da es im Bus so warm war, haben wir den Abend mit Freude am Strand verbracht und uns im Meer die Füße abgekühlt. Am Strand gibt es auch viele hübsche Muscheln, die man an der Nordsee nicht so häufig findet. Mal sehen, wie die noch in den Koffer passen.

Da warens nur noch zwei

Für eine von uns war heute schon der letzte Tag. Mittags stand dann der Abschied an. Jetzt fehlt irgendwie jemand, weil es ein bisschen ruhiger geworden ist. Zu beneiden ist sie mit einer Rückreise in 3 Flügen mit doppelter Überschreitung des Datums (nach nur neuseeländischer Zeit gerechnet) mit Sicherheit nicht! 
Wir wünschen dir auf jeden Fall angenehme Flüge mit netten Sitznachbarn,  möglichst wenig Turbulenzen und Verspätungen und hoffentlich ein bisschen Schlaf zwischendurch!

Auch für uns heißt es morgen schon wieder Koffer packen, denn es soll weiter auf die Coromandel Halbinsel gehen. Mit Entspannung hat der Trip sicher nichts zu tun. Zum Glück stehen morgen nur 2 Busfahrten an und die Umsteigezeit lässt vermuten, dass alles gut gehen könnte.

Bay of Islands

Mittlerweile haben wir es in den Norden Neuseelands geschafft. Für ein paar Nächte ist es uns vergönnt in einer kleinen Ferienwohnung in Paihia zu wohnen. Richtig komfortabel im Vergleich zu den Hotelzimmern von vorher. Wir haben sogar eine kleine Küche mit SAUBEREM Geschirr. Entsprechend wurde auch gleich am ersten Abend Essen selbst gekocht, denn auf Dauer ist das permanente Essengehen auch nicht das Wahre.

Heute haben wir unseren dritten Ausflug unternommen. Diesmal wurden wir von einem LKW artigen Bus abgeholt, der uns im Laufe des Tages zum nördlichsten Punkt Neuseelands bringen sollte.
Nach ein paar (für mich eher unnötigen) Stops zum Essen und Gumtrees bestaunen, ging es gegen Mittag zu enorm hohen und sehr steilen Sanddünen. Hier bestand die Möglichkeit sich mit einem Sandboard in die Tiefe zu stürzen. Mir war das definitiv zu aufregend, aber da es dort unten recht windstill war, habe ich mich getraut meine Kamera zu benutzen und Jenni dabei zu fotografieren, wie sie einen Versuch gestartet hat.
Erste Hürde ist hierbei ja schon auf die Spitze der Düne zu gelangen. Oben soll es dann wohl auch sehr beängstigend aussehen, vor allem wenn es sich noch um die erste Fahrt handelt. Von unten war es jedenfalls lustig zuzusehen, wie die Leute sich so beim Runterfahren anstellen und wann sie bremsen. Einige kamen nämlich nicht im Sand zum Stillstand, sondern erst in dem Grünzeugs oder in den Pfützen. Gut wäre es gewesen Wechselkleidung mitzubringen, was wir natürlich nicht getan haben…

Dünen

da kämpfen sich alle die Düne hoch…

… und Abfahrt!

erster Versuch: Landung im Wasser

dafür hat es dann beim zweiten Mal umso besser geklappt =)

Anschließend ging es zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands, an dem sich die Tasmanische See und der Pazifik treffen. Die Stelle erkennt man daran, dass Wellen aus zwei verschiedenen Richtungen aueinandertreffen.

hier treffen sich die beiden Gewässer

Cape Reinga

Cape Reinga

Zum Abschluss der Tour ging es den Ninety Mile Beach (der gar keine echten 90 Meilen lang ist) mit dem komischen Gefährt entlang. Immer darauf bedacht nicht zu nah an die Dünen und den trockenen Sand zu gelangen, gleichzeitig aber auch vor den Wellen in Acht. Der Fahrer hat die ganze Sache sehr aufgespielt und im Nachhinein glaube ich war es doch mehr Show, aber wenn man mit einem Affenzahn über den Strand rast und der einfach kein Ende nehmen will, kann es schon etwas unheimlich werden. Insgesamt sind wir wohl so 70km auf dem nassen Sand entlang gefahren. Als es endlich möglich war, haben wir auch hier mehrere Stops eingelegt. Einmal haben wir sogar wilde Pferde gesehen. Insgesamt war der Strand sehr beeindruckend, weil er unendlich weitläufig ist und keine Menschenseele weit und breit in Sicht ist. Das hat mir auch an Australiens Küste schon so gut gefallen, denn an allen europäischen Stränden, an denen ich bisher war, waren auch immer andere Menschen unterwegs, insbesondere dann wenn das Wetter so schön ist.

Rangitoto

Heute sind wir Jennis Wunsch nachgekommen, einen Ausflug auf die Vulkaninsel Rangitoto zu machen.
Mit der Fullers Fähre ging es auf die Insel. Auf der Fähre kam dann tatsächlich die absolut schwachsinnige Durchsage, dass keine fremde Erde oder Samen an den Schuhen auf die Insel eingeführt werden dürfen.
Am Flughafen wurden ja unsere Schuhe bereits kontrolliert, aber hier fand ich das dann doch eine Nummer übertrieben.
Kontrolliert wurde heute jedoch nichts.
Auf der Insel ging es dann zu Fuß weiter. Geplant war die einstündige Wanderung auf den Gipfel. Nach einer halben Stunde haben wir dann jedoch gemerkt, dass wir den falschen Weg entlang gelaufen sind.
Also wieder zurück und dann war auch klar wieso: wer Schilder lesen kann ist klar im Vorteil. Beim zweiten Versuch haben wir den richtigen Pfad auch gefunden.
Statt einer Stunde haben wir nun 75 Minuten gebraucht bis nach ganz oben. Für mich extrem anstrengend, denn es ging wirklich permanent nur bergauf – stellenweise sehr steil.
Die Aussicht war dafür sehr gut und auch das Wetter mittlerweile richtig sonnig geworden. Morgens war es so wolkig, dass wir mit dem guten Wetter gar nicht mehr gerechnet haben, aber die Reiseführer hatten ja bereits angekündigt, dass es hier “vier Jahreszeiten an einem Tag” gibt.
Nun ja, trotz Sonnencreme haben wir dann doch ein paar rote Stellen bekommen. Mein erster Sonnenbrand 2014 – ich finde das gar nicht so schlecht, immerhin ist es schon Tag 16 der Reise. Ab morgen wird dann wieder besser aufgepasst…

nach dem Aufstieg waren die Schuhe nur noch grau. sehr staubige Angelegenheit

finales Reiseland erreicht: Neuseeland

Nun ist unsere Zeit in Australien vorbei und es soll endlich in das finale Reiseland: Neuseeland.
Ein vergleichsweise sehr kurzer Flug steht an. Von Melbourne nach Auckland soll es nur 3Stunden dauern.
Dumm nur, dass der Flieger vorher aus Dubai kommt und schon dort Verspätung hatte. Völlig umsonst um 4Uhr aufgestanden.
Der Flug war dann zu allem Überfluss auch noch reichlich wackelig (zum Glück ist das Trinken nicht über meinen Kamerarucksack gelaufen).

Trotz allem können wir uns glücklich schätzen. Scheinbar sind Unmengen an Koffern nicht angekommen, unsere aber schon =)
Nach 13 Stunden auf den Beinen sind wir endlich in Neuseeland im Hotel angekommen. Unglaublich, dass die kleinste Etappe so lange gedauert hat.

Am Freitag haben wir uns Mt Eden angeguckt, eigentlich wollten wir zwar auf One Tree Hill, aber die Haltestelle hatten wir verpasst und von Mt Eden hat man auch eine tolle Aussicht.