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Great Ocean Road!!!

In Australien gibt es viele schöne Orte. Viel zu viele, um sie alle besichtigen zu können.
Aber wenigstens die Great Ocean Road wollten wir uns nicht entgehen lassen.
Morgens wurden wir von Doug, unserem Fahrer und Reiseleiter, am Hotel abgeholt.
Leider waren zu viele Pick-ups in der Stadt geplant, so dass die ganze Fahrt über mega stressig war.
Alle Stops waren im Rahmen von 10-20 Minuten angesetzt. Gerade genug um mal eben an den Strand zu flitzen, Fotos zu machen und wieder zum Bus zu hetzen.
Sehr schade. Dafür haben wir wenigstens mega Aussichten aus dem Bus gehabt!
Ein Stop war am Cape Otway mit einem netten Leuchtturm. Auf dem Weg dorthin sind wir an haufenweise kahlen, weißen Bäumen entlanggefahren: eindeutiges Zeichen für die Anwesenheit von Koalas.
Die fressen die Bäume komplett leer und wandern dann zum nächsten. Sehr schädlich für die Natur, aber irgendwie sehen die Tierchen doch sehr süß aus.
Auch hier haben wir einen mini Stop eingelegt und Fotos von den schlafenden Tierchen zu machen (da die Blätter nicht so nahrhaft sind müssen sie nämlich ca. 20 Stunden am Tag schlafen).
Zuletzt ging es zu den zwölf Aposteln, passend zum Sonnenuntergang. Dafür dass der Tag sehr wolkig und verregnet begonnen hat, wurde es hier noch richtig schön.

Cape Otway

müder Koala beim Kratzen

Koala mit Baby beim Essen

12 Apostel

Suchbild: wo ist das Känguru

Sonnenuntergang bei den 12 Aposteln

Melbourne

Da wir bereits so viele Flüge gebucht hatten, dachten wir es wäre eine nette Abwechslung mal den Zug zu nehmen.
Von Sydney nach Melbourne sind es etwa 1000km Entfernung. Der Zug braucht dafür eine Ewigkeit und fährt gefühlt so langsam wie die Bummelbahn von Friedberg nach Gießen, mit dem kleinen Unterschied, dass er sich Intercity nennt.
Die Landschaft an sich sieht einfach nur trocken aus (kein Wunder, dass hier die Waldbrandgefahr so hoch ist) und ändert sich erstaunlicherweise fast gar nicht während der gesamten elfstündigen Fahrt.

Melbourne hat nicht so viele Sehenswürdigkeiten wie Sydney, jedoch gibt es eine antike City Circle Tram, mit der man kostenlos rund um den CBD fahren kann.
Das haben wir auch mal gemacht.
Weiterhin haben wir den Queen Victoria Market besucht. Dieser ist in verschiedene Themen unterteilt. Es gibt hier zum Beispiel eine Halle, in der es nur Obst gibt.
Da kriegt man dann auch Erdbeeren: im Februar! Sie haben gut geschmeckt, aber mit den deutschen Sommererdbeeren konnten sie trotzdem nicht mithalten…
Ansonsten gibt es noch eine Halle mit Ramsch aller Art. Hier kriegt man sogar die orientalischen Schlappen, die man in Dubai auf den Souks überall findet.
Souvenirs sind hier sehr preiswert zu erhalten im Vergleich zu den üblichen Läden.
Somit wäre ich auch gleich beim nächsten Thema: Geschäfte und deren Öffnungszeiten. Großstadt hin oder her, die Geschäfte im CBD machen doch tatsächlich schon mega früh zu. Teilweise ist hier um 17Uhr alles dicht.

Mittlerweile wurde es Zeit zum Wäsche waschen. Für uns das erste Mal im Hotel. Daher war es auch ein bisschen umständlicher als zu Hause. Im Endeffekt hat der Trockner natürlich nicht geschafft die Kleidung komplett zu trocknen, also mussten wir unserer Kreativität freien Lauf lassen, wie wir die Sachen dennoch trocknen können.
Im Endeffekt sah unser Zimmer einen Tag lang dann sehr bunt aus.

Erdbeeren im Februar

Flinders Station mit der City Circle Tram im Vordergrund

Nachdem wir schon in Dubai auf dem Burj Khalifa und in Sydney auf dem Skytower waren, durfte natürlich auch der Eureka Tower in Melbourne nicht fehlen.
Auch von hier hatte man eine nette Aussicht über die Stadt. Aber irgendwie war es diesmal weniger beeindruckend – vielleicht stumpfen wir etwas ab mit der Zeit?

Schönstes Fotomotiv waren für mich jedenfalls die Brücken am Yarra River bei Einbruch der Dunkelheit. Hier konnte man auch etliche andere Fotografen antreffen – scheint nicht nur bei mir beliebt zu sein 😉

Blue Mountains



Für Samstag haben wir von Deutschland aus einen Ausflug in die Blue Mountains gebucht.
Pünktlich, unglaublich früh morgens wurden wir abgeholt und hingefahren.
Zum Einen spielt da wohl doch noch ein Rest Jetlag eine Rolle, zum Anderen die laute Umgebung des Hotels:
passend zum Wochenende hat sich das Nachtleben entfaltet und es kommen lange Gespräche und Essensduft von dem Restaurant unter uns durchs Fenster hineingeweht.
Hinzu kommt unser eigensinniger Ventilator (ohne lässt es sich gar nicht gut aushalten), der nachts meint er müsse die Geschwindigkeit drastisch verändern.
In dieser Hinsicht ist es dann ja echt toll, dass wir immer nur maximal vier Nächte an einem Ort bleiben.

Nun aber zurück zu unserem Blue Mountains Ausflug. Zuerst ging es zum Lincoln’s Rock, einem Aussichtspunkt über das Gebirge.
Als zweites haben wir eine einstündige Wanderung durch zu den Wentworth Falls unternommen. Hier soll es auch Schlangen geben, zum Glück ist uns keine begegnet!
Der dritte Stop war schließlich bei dem eigentlichen Highlight: den “three sisters”. Hier wurden wir mit einer Seilbahn über eine Schlucht befördert.
Zwischendrinnen wurde der Glasboden durchsichtig und man konnte tief nach unten sehen.
Zweiter Teil der Scenic World war dann die sogenannte “Scenic Railway”. Hierbei handelt es sich um ein achterbahnähnliches Fahrgestell – nur ohne Anschnaller.
Gar nix für mich. Hier hatte man noch die Wahl, wie steil die Sitze sein sollen. Mir haben da die voreingestellten 44° Neigungswinkel total gereicht.
Für alle, die den Nervenkitzel brauchen, war auch eine Cliffhanger-Stellung mit 64° einstellbar.
Unten angekommen sind wir erneut durch den Regenwald (ohne Regen 😉 ) gelaufen.
Auf der anderen Seite ging es schließlich mit einer anderen Seilbahn wieder zum Ausgangspunkt zurück.
Nachmittags wurde die Tour mit einer Bootsfahrt über den Parramatta River zum Circular Quay beendet.
Von hier aus mussten wir mit unseren erschöpften Füßen wieder zurück zum Hotel laufen. 
Leider führt der kürzeste Weg durch den Royal Botanic Garden und dieser war da schon geschlossen (Privatveranstaltung?!).
Also mussten wir mit dem Umweg außen herum Vorlieb nehmen.
In Sydney scheint es auch öfters zu passieren, dass man Locations für private Zwecke mieten kann. Auch gestern war dies bereits der Fall, als wir den Chinese Garden of Friendship besichtigen wollten.

Three Sisters

der erste LANGstreckenflug und Sydney

Der erste Stopover ist beendet und heute geht es weiter mit dem längsten Flug der gesamten Reise.
In 13h 45min sollte uns der riesen Flieger A380 nach Sydney bringen.
Fliegen mag ich ja bekanntlich nicht besonders gerne, dieses Mal war zu allem Überfluss dann auch noch die Maschine überbucht.
Folglich wars das dann mit unseren bereits ein halbes Jahr im Voraus gebuchten Sitzplätzen.
Stattdessen wurden wir quer Beet übers Flugzeug verstreut.
Anderen Fluggästen ging es auch so, deshalb konnten wir zumindest zwei Plätze zusammentauschen und ich bin doch wieder zu meinem gewünschten Fensterplatz gekommen.
Der Flug an sich verlief recht ruhig, aber irgendwann kann man das Ende trotzdem kaum noch erwarten und das Sitzen wird immer unbequemer.
Besonders spannend war, dass wir am Mittwoch morgen losgeflogen sind (zuerst über eine Wüste, dann über Indien, danach entlang der Küste von Kuala Lumpur und Singapur), irgendwo über dem Meer wurde es dann plötzlich Nacht, weil wir ja “gegen” die Zeit geflogen sind.
Passend 30 Minuten vor der Landung wurde es dann wieder Tag in Australien und so hatten wir das riesen Glück in Sydney unmittelbar nach Sonnenaufgang zu landen!

kurz nach dem Starten: Blick über die Wüste

kurz vor der Landung: die Sonne geht auf

anhand dieser Karten sieht man, wo aktuell Tag und wo nacht ist – fand ich sehr spannend, wie die Nacht uns entgegenkam und wir sie endlich überwunden haben

erster Blick auf den Parramatta River, die Oper und die Harbour Bridge in Sydney kurz vor der Landung =)

Da wir nur leider nicht gescheit schlafen konnten, war der erste Tag in Sydney sehr lang. Auch unser Hotel war noch nicht bezugsfertig, als wir um 10Uhr morgens ankamen.
Daher mussten wir uns die Zeit in der Umgebung mit unserem schweren Handgepäck totschlagen. In der Umgebung des Hotels befindet sich der Royal Botanic Garden.
Von dort aus kann man schon die Oper und Hafenbrücke sehen.

Die Oper hatte ich mir irgendwie größer vorgestellt, insgesamt ist die Stadt sehr gut zu Fuß zu entdecken.
Da wir am Wochenende hier waren, war natürlich auch Ausgehen unter den Einheimischen angesagt. Wir haben das lieber mal gelassen, um besser in die neue Zeit reinzukommen. Lustig war, dass man offenbar auch ein Feuerwehrauto zum Feiern mieten kann.

Partyfahrzeug

Weitere Unterschiede zu Deutschland sind natürlich, dass es hier jetzt Sommer ist und das Ozonloch vorhanden ist, aber damit hört es noch nicht auf. Ich fand zum Beispiel sehr komisch, dass hier Radwege auf der Autobahn entlangführen. Zudem fahren hier die coolen LKWs herum (ähnliche Modelle wie die, die manche Studenten in GD1 modelliert haben) mit einer extra großen Führerkabine.

Unser Hotel war nicht empfehlenswert. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Erstens lag unser Zimmer im zweiten Stock und es gab keinen Aufzug. Da wiegt der Koffer gleich doppelt so viel wie vorher. Weiterhin war es in unserem Zimmer sehr warm – ok, ist ja auch zu erwarten im Sommer. Aber nach dem überall gut klimatisierten Umfeld in Dubai kam es einem glatt unangenehm vor. Dazu hatten wir ja einen Ventilator. Dumm nur, dass das blöde Ding ein Eigenleben hatte und nachts urplötzlich einen Sturm im Zimmer ausgelöst hat. Entsprechend musste dann immer jemand aufstehen und ihn wieder runterstellen.