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Essaouria

Von Aït Ben Haddou aus ging es zurück durch das Atlasgebirge bis an die Küste.
Vor ein paar Tagen haben wir das Atlasgebirge zum ersten Mal durchquert, aber dieses Mal sah allrs anders aus. Wir hatten sowieso schon Glück, dass der Bergpass geöffnet war, denn in den letzten Tagen hat es viel geschneit und die Leute sind immer noch dabei die Schneemassen von der Straße zu räumen.
Mit Schrittgeschwindigkeit geht es voran. Irgendwann steht alles. Die Leute steigen aus. Es wird das Toilettenhäuschen freigeschaufelt. Nach einer Ewigkeit geht es weiter und am Abend erreichen wir die Hafenstadt Essaouira.

Auch hier gibt es Souks und den freien Tag haben wir überwiegend dazu genutzt unser Restgeld auszugeben.
Das Einkaufen hier ist total anders als in Deutschland. Man braucht viel mehr Zeit und persönlichen Kontakt zu den Verkäufern.
Ein Verkäufer erkennt mich wieder, weil ich vorher schon dort war und lädt uns zum Tee ein. Die Wartezeit bis das Wasser heiß ist verbringen wir damit Gewürze zu schnüffeln.
Am Ende habe ich 3 paar Schuhe, Gewürze und eine marokkanische CD ergattert. Mehr als ich eigentlich haben wollte, aber so läuft das nun mal 😉

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Ankunft in Marokko

Heute ist ein aufregender Tag: zum ersten Mal reise ich ganz alleine und ebenfalls zum ersten Mal bin ich in Afrika.
Eigentlich hatte ich mich darauf gefreut schon viel von oben zu sehen, aber die Wolken haben die meiste Sicht versperrt.
Marrakesch hat mich dann auch erst mal mit Regen begrüßt: immerhin etwas wärmer als in Deutschland ist es hier.
Vom Flughafen ging es mit dem Taxi zum Hotel. Das war so ziemlich der spannendste Teil des Tages.
Erstaunlicherweise ist der Verkehr hier ziemlich geregelt im Vergleich zu so manch anderen Ländern, die ich bisher bereist habe.
Unterschiede gibt es jedoch auch: im Taxi lagen keine Fußmatten, sondern bunte orientalische Teppiche 😉 und am Armaturenbrett hing etwas, das aussah wie ein Duftspender (vielleicht Rosenwasser?).
Nachdem mich der Fahrer erst Mal abgezockt hat, bin ich aber heil im Hotel angekommen und habe dort meine Zimmergenossin Gina kennengelernt. Gina kommt aus den USA, studiert aber gerade in Florenz und reist (genau wie ich) alleine. Zum Kennenlernen haben wir uns in ein Café gesetzt und bisschen geplaudert. Jetzt fühle ich mich nicht mehr alleine, sondern vielmehr als wäre ich hier mit einer Freundin unterwegs. Ich hoffe der Rest der Reisegruppe ist auch nett – unser erstes Treffen findet gleich statt. ^^