Rotorua

Die gestrigen Busfahrten sind überstanden und wir sind nachts gut in Rotorua angekommen.
Heute ging es dann gleich mit einem straffen Programm weiter. Morgens wurden wir von einem Bus (ja – man könnte meinen das sei das einzige was wir in dem Urlaub tun: Bus fahren) abgeholt und zu dem Thermalgebiet Wai-o-tapu gefahren.
Zuerst haben wir bei “mud pools” angehalten und konnten Fotos von grauer stinkender Blubbermasse machen.

Im Wai-o-tapu gibt es einen Geysir namens “Lady Knox”, welcher täglich um 10.15Uhr ausbricht. Hörte sich schon mal toll an und gesehen habe ich bisher auch noch keinen in echt. Als wir jedoch beim Geysir angekommen sind, erinnerte mich der Vorplatz mehr an ein Kino. Alles voller Bänke und vor allem auch voller Touristen. Zu allem Überfluss stieg dann auch noch ein Mann über den Zaun und hat sich als Moderator entpuppt. Nachdem er ein bisschen was über die vulkanischen Aktivitäten in Neuseeland und zu der Funktionsweise von Geysiren erzählt hatte, gabs eine Ladung Seifenpulver oder sowas in der Art. Die wurde in das Loch gekippt und SO wurde die Wasserfontäne erzeugt. Nix natürlich. Da hab ich mich schon ein klein wenig verarscht gefühlt.

Lady Knox

Danach haben wir uns die anderen Teile des Wai-o-Tapu angesehen. Hier gibt es ganz viele stinkende und blubbernde Löcher. Manche sind mit grauer Matsche gefüllt, andere nur mit bunt aussehendem Wasser.
Am bekanntesten ist hier wohl der “Champagne Pool” mit seinem orangenen Rand. Ebenfalls beeindruckend fand ich auch noch eine Art gelber See. Vermutlich kommt die Farbe vom Schwefel. Man kann sich also vorstellen, wie gut es dort überall duftet. Auch in Rotorua stinkt es zeitweise nach Schwefeldämpfen, ich vermute das hängt davon ab, wie der Wind weht. Zum Glück sind wir hier “nur” 4 Nächte.

Mittags wurden wir wieder eingesammelt und weiter zu einem Maoridorf namens Whakarewarewa gefahren.
Hier leben scheinbar die Maori noch heute, aber sie öffnen ihr Dorf dem Tourismus. Einerseits um den Touristen etwas von ihrer Kultur näherzubringen, andererseits aber auch um hiermit Geld zu verdienen.
Wir haben uns eine Maori-Aufführung angesehen. Das heißt uns wurden Lieder und Tänze vorgeführt. Teilweise waren die ganz schön laut und haben gut Eindruck hinterlassen.
Anschließend haben wir an einer Führung teilgenommen, in der uns noch mehr über die Lebensweise erzählt wurde. Hierbei haben wir zum Beispiel gelernt, dass die Maori auch heute noch die vulkanische Aktivität nutzen und mit dem heißen Wasser, das aus dem Boden geblubbert kommt, ihr Essen kochen. Als Tourist hat man sogar die Möglichkeit bei bestimmten Touren auf diese Weise zubereitete Speisen zu probieren (Hangi oder Süßmais), wir waren allerdings nicht Teil einer solchen Gruppe…
Eigentlich hätte man uns hier in Whakarewarewa auch am späten Nachmittag wieder abholen und zur Unterkunft zurückbringen sollen. Nur leider kam niemand. Schließlich mussten wir den Weg wohl zu Fuß zurücklegen. Schlauerweise hatte ich ja noch den Stadtplan in der Tasche und so war das nicht allzu schwierig.

auch im Maoridorf hats ordentlich geblubbert und gestunken