Inselwanderung von Fira nach Oia

Santorini ist eine kleine Insel und da wir eine Woche lang hier sind, haben wir genügend Zeit alle Winkel in Ruhe zu erkunden. Somit haben wir uns heute für die 12km lange Wanderung von der Inselhauptstadt Fira nach Oia an der Nordspitze entschieden. Das Ziel der Wanderung kann man vom Startpunkt aus sehen. Dazwischen liegen nur leider ein paar “Berge“. Insgesamt mussten wir dann aber doch nicht zu viel bergauf laufen und konnten die Strecke ohne großartige Wandererfahrung zurücklegen.
Zu Beginn geht der Weg mitten durch das belebte Fira. Heute waren wieder zwei Kreuzfahrtschiffe angekommen und entsprechend gut gefüllt war das Zentrum. Mit der Zeit wird es ruhiger. Später treffen wir kaum noch auf andere Touristen.

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Der Wanderweg ist gut beschildert und befestigt. Es gibt keine Passagen an denen man klettern muss. Ein Abschnitt   hat einen Schotterboden und kurz vor Oia ist der Weg aus dicken Steinen gepflastert. Hier ließ es sich nicht so gut laufen. Wobei wir gegen Ende wahrscheinlich einfach nur erschöpft waren.
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Heute habe ich meine Trinkblase eingeweiht. Die hängt im Rucksack und ein Schlauch führt direkt zum Träger. Somit kann man bequem bein Laufen immer mal einen Schluck trinken ohne den Rucksack ausräumen zu müssen.
Das System finde ich unheimlich praktisch, mit einer kleinen Ausnahme: das Wasser was im Schlauch steht, wärmt sich durch die Sonne auf.

Nach vier Stunden haben wir Oia erreicht. Die erste Taverne war unsere. Noch dazu mit der schönen Aussicht aufs Meer und eine Flaniermeile.

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Der griechische Salat schmeckt lecker, sogar die Oliven mag ich hier (die sind eher rot und schmecken nicht so streng wie die dunklen)!

Den Nachmittag erkunden wir Oia. Es geht auf und ab. Keine Straße ist gerade. Vor allem in der Sonne ganz schön anstrengend. Hier und da streunern Hunde und Katzen umher. Und ein paar frisch verheiratete Paare mit Fotografen. Santorini (und vor allem Oia) scheint bei Paaren (und Asiaten) sehr beliebt zu sein. Natürlich sind.auch viele deutsche anzutreffen, aber ich glaube nicht, dass wir auch hier die größte Touristengruppe sind. Wenigstens einmal habe ich mir nicht das Standard Reiseziel der deutschen rausgepickt.

Bis zum Abend laufen wir durch die Gässchen, dann sichern wir uns eine Stunde vor Sonnenuntergang einen Platz am beliebtesten Aussichtspunkt. Ruck zuck ist alles voll und das Gedrängel geht los. Zu allem Überfluss gibt es dann noch nicht mal einen wirklichen Sonnenuntergang zu sehen, da wieder eine Dunstschicht über dem Meer hängt. Vermutlich sind die Sonnenuntergänge im Sommer imposanter.
Unsere Aussicht war trotzdem schön.

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Abends sind wir mit dem Bus zurück nach Fira gefahren. Zusammen mit etlichen anderen Touristen. Der Gang steht voll und ich fühle mich an die Schulbuszeiten zurück erinnert.
Irgendwie ist es auch witzig. Statt einem Lautsprecher oder einer automatischen Durchsage gibt es hier einen Assistenten, der die nächsten Stops durch den Bus plerrt.