Hallo Schottland

Weil Reisen so schön ist, mache ich das dieses Jahr besonders häufig. Kältere Regionen mag ich im Moment sehr gerne und so ist die Entscheidung für Schottland ausgegangen.

Um Geld zu sparen haben wir uns gegen einen Direktflug entschieden und stattdessen einen Flugzeugwechsel in London in Kauf genommen. Im Prinzip keine schlechte Idee. Wenn dann nicht starker Westwind in London herrscht und man deshalb erst nicht starten und dann nicht landen darf. Weiter nicht so schlimm, denn wir haben es ja mit nur 30 Minuten Verspätung geschafft. Der nächste Flug war also bis dahin noch 3,5h entfernt. Umsteigen in London Heathrow kann ich auch nicht unbedingt als erste Wahl weitergeben, der Flughafen ist nämlich groß. Entsprechend hatten wir die wohl maximale Entfernung vom ersten zum zweiten Flieger (Terminal 1 -> Terminal 5). Zum Glück gibt es hier eine kostenlose Bahn, den Heathrow Express.
Nachdem wir den zweiten Check In hinter uns gebracht hatten und mit knapp 30Minuten Verspätung (wegen dem Wetter) im zweiten Flugzeug saßen, waren wir eigentlich schon ein bisschen bedient. Dann hatten allerdings 4 Leute eingecheckt und sind nicht zum Flugzeug gekommen. Was passiert dann? Genau, die Koffer werden wieder gesucht und ausgeladen – könnten ja Bomben sein… Somit wurde die Verspätung größer. Dann haben wir trotzdem noch eine Weile blöd rumgestanden, bis wir eine Starterlaubnis bekommen haben. Doch da kam wieder das Londoner Wetter dazwischen. In der Zwischenzeit haben sich wieder kräftige Schauer angenähert und ergießen sich nun über den Flughafen. Deshalb kann die enge Taktung des Zeitplans nicht eingehalten werden und es stauen sich die Flugzeuge auf dem Weg zum Runway. Bevor wir endlich mal an der Reihe sind, beginnt es dann auch noch zu gewittern. Daraufhin schaltet der Pilot die Triebwerke wieder aus, um Sprit zu sparen. Nach sage und schreibe 90 Minuten im startklaren Flugzeug kriegen wir dann auch endlich eine Starterlaubnis und heben kurz nach dem Gewitter ab (find ich ja nicht so klasse, da mir die Blitze schon unten nicht so geheuer sind).
Mit einer riesen Verspätung haben wir unsere Unterkunft in Edinburgh sogar noch beim letzten Tageslicht erreicht.
Wirklich unglaublich, dass eine Flugreise auf dieser Entfernung (von Haustür zu Haustür) 15 Stunden dauern kann…

trotz des schlechten Wetters konnte ich beim Landeanflug schon einen Blick aufs London Eye erhaschen 😉

und so reise ich dieses Mal: mit Kofferrucksack (ob sich der gegen den Koffer langfristig durchsetzen kann, steht noch in den Sternen)