Gehweg Chaos in Dubai

Letzter Tag in Dubai. Heute stand der ebenfalls hochmoderne Stadtteil Dubai Marina auf dem Plan. Dieser liegt am anderen Ende von Dubai – etwa 30 Minuten Fahrt mit der Metro entfernt. Da wir die Durchsagen mehrfach gehört haben, können wir nun ein paar Brocken arabisch 😉 Uns würde mit Sicherheit keiner verstehen, aber für deutsche Ohren hört sich “die nächste Haltestelle ist…” nach “Al machat gokah de machieha” an und “Türen schließen” nach ” al abur butur lack” an. Insgesamt finde ich die arabische Sprache sehr gewöhnungsbedürftig und ich fahre ja ohnehin lieber in Länder, wo ich mich besser verständigen kann. Aber ich muss sagen es geht ganz gut. Man kommt super mit Englisch zurecht und so kehlig/rauchig wie im Flugzeug erscheint die Aussprache im Land dann gar nicht mehr.
Dort gibt es ein Hochhaus am anderen. Dazwischen befindet sich ein hübsch angelegter Kanal, auf dem man für umgerechnet 40 Cent mit einem Wasserbus entlang fahren kann. Allerdings sieht man in jeder Richtung auch Baustellen. Überall werden neue Hochhäuser gebaut oder sogar schon ältere Gebäude wieder abgerissen (dabei dachte ich hier wäre alles so neu?!).

Nachdem wir genug von Dubai Marina hatten, wollten wir die anderen Orte unserer Sightseeing-Liste abarbeiten. Da es nicht besonders weit aussah, haben wir beschlossen zur Monorail Station zu laufen. “Schon” die dritte Person, die wir gefragt haben, wusste auch was eine Monorail ist und konnte uns sogar helfen, die richtige Richtung entlangzulaufen. Leider ist die Gehwegsituation eine echte Katastrophe. Zuerst ging es durch eine Baustelle (hier wird vermutlich gerade der Zubringer von Metro zu Monorail gebaut – schade, dass das noch nicht fertig ist). Dann kamen wir auf einen sandigen Weg, später wars dann vorbei mit Gehweg. Ein Schild hat schließlich auf einen Grashang neben der Autobahn gezeigt. Da keine Alternative in Sicht war, haben wir uns dort entlang gequält.
Aber: am Ende haben wir doch tatsächlich die Monorail Station gefunden, die sich irgendwie auch mitten im Nichts befindet. Für 5 Euro kommt man einmal bis zum Atlantis Hotel auf der künstlich angelegten Palme und zurück. Es ist schon beeindruckend zu sehen, wie die Palmwedel bebaut sind. Überall stehen kleine Villen mit Privatstrand (ich glaube hier würde ich es auch eine Weile aushalten). Ansonsten ist es vorne auf der Palme weniger spektakulär. Auch hier ist die Gehwegsituation furchtbar. Man muss sehen wie man die Straßen überqueren kann ohne überfahren zu werden und das einzige was man von außen ansehen kann ist das Atlantis Hotel. Der Rest erfordert Eintrittsgelder. Wären wir länger hier, hätten wir vielleicht auch mal einen Wasserpark ausprobiert – aber so eben nicht, lohnt sich vielleicht auch eher im Sommer, wenn es noch wärmer ist.


Die Erfahrung vom Hinweg hat uns gelehrt ein Taxi für den Rückweg zu nehmen. Also haben wir uns zum Burj al Arab, dem einzigen 7 Sterne Hotel der Welt, fahren lassen. Da das Öl hier so billig ist, wirkt sich dies auch auf die Taxikosten aus – diese sind glücklicherweise ebenfalls günstiger als in Deutschland.
Leider ist aber auch rund um das Hotel alles Baustelle und die in meinem Reiseführer erwähnten Strände sind nicht öffentlich, sondern den anderen Hotels zugeordnet. Also wurde nichts aus meinem Plan von schönen Sonnenuntergangs-Strandfotos. Stattdessen haben wir noch den Souk Madinat besichtigt, bevor es mit einer Taxi-Metro Kombination zurück zum Hotel ging.

Heute müssen wir leider schon wieder packen, denn morgen geht es weiter nach Australien. Da wir dort vermutlich kein Internet haben werden, gibt es die Blogeinträge dazu erst Anfang März.