Erste Eindrücke aus Dubai

Nach einer lauten Nacht im Hotel haben wir Dubai heute zum ersten Mal bei Tageslicht gesehen. Es gibt schon einige Unterschiede zu Deutschland (die Vorliebe zur Hupe und für mich undefinierbare Klänge – vielleicht aus den Moscheen?), doch im Großen und Ganzen ist es gar nicht so anders hier.

Beginne ich doch mal beim Frühstück. Das unterscheidet sich stark von dem in Deutschland. Im Hotel gab es sowohl warmes, als auch kaltes Essen. Neben Müsli, Obst und Aufschnitt (der ziemlich ekelig aussah…) gab es dünnes Fladenbrot. Normales Brot findet man hier leider nicht. Dafür kann man sich ein frisches Omelette zubereiten lassen oder ein bereits fertig zubereitetes, indisches Pendant dazu auswählen. Darüber hinaus gab es einen Berg an Süßwaren, die quasi genauso schmecken wie man es von Europa gewöhnt ist.
Lustig fand ich, dass das ganze Hotelpersonal uns mit “Madam” anspricht.

Untypisch für Dubai scheint es zu sein, dass man weitere Strecken zu Fuß zurücklegt. Hier gibt es ein schlecht ausgebautes Netz an Gehwegen. Ständig muss man Straßen auf gut Glück überqueren (ohne Ampel, Zebrastreifen oder gute Sicht, dafür aber bei mehrspurigen Straßen) oder der Gehweg hat starke Absenkungen wegen Ausfahrten (in Form von hohen Stufen, nicht so gemütlich wie daheim). Hinzu kommt die Wärme, die ich momentan noch nicht gewöhnt bin nach den Februartemperaturen in Deutschland.
Es ist zwar noch “Winter” und deshalb echt angenehm, aber doch ein Stückchen wärmer als zu Hause. Tagsüber sollte es heute 27Grad haben – nur handelt es sich eben um ein muslimisches Land. Sprich man muss Schultern und Knie bedecken. Nachts kühlt es sogar noch auf unter 20 Grad ab- das ist sehr angenehm!

Irgendwann haben wir es dann auch zu den Souks (Märkten) geschafft. Dort ist total viel los und von allen Seiten wird man zugetextet. Die Händler können sogar Deutsch und sobald sie rausgefunden haben aus welchem Land man kommt, geht der Spaß erst richtig los. Das läuft beim Gewürzmarkt eigentlich immer nach dem Schema ab: “Where do you come from?” “Germany” “Wie geht’s? Welches Gewürz ist das?” und dann wird einem alles erklärt. Man kriegt dort nämlich nicht nur Gewürze, sondern auch Farbe zum Einfärben von Jeans. Spätestens beim zweiten oder dritten Händler weiß man dann auch, dass in den Tüten Ringelblumen und getrocknete Zitronen/Limetten liegen. Ignorieren ist jedoch meist die erfolgreichste Methode, wenn man noch weiterkommen möchte.

Bei den anderen Souks kann man allerlei arabische Kleidungsstücke kaufen – natürlich ist es bei jedem am billigsten. Diverse Läden heißen auch Aldi, Lidl oder Norma – sehen nur nicht ansatzweise danach aus.
Die Verkäufer kommen einem entgegen gelaufen und wollen einen mit allen Mitteln dazu bringen in seinen Laden zu kommen. Am anstrengendsten sind jedoch die Preise. Diese stehen nirgendwo dran. Man muss danach fragen (ok, die können gut Englisch) und natürlich sind sie erst mal zu hoch angesetzt. Also muss man handeln. Wieder eine ganz neue Erfahrung. Im Reiseführer habe ich gelesen, wie das gehen soll und dann haben wir gemeinsam versucht es so gut wie möglich in die Tat umzusetzen.
Unsere erste Aktion haben wir mit orientalischen Schuhen gestartet. Die sind angeblich handgenäht und haben vermutlich deshalb auch in jedem Laden andere Größenbezeichnungen. Nach etlichem Anprobieren waren endlich passende dabei. Also haben wir uns zum Kauf entschlossen, also wurde da mit dem Verkäufer verhandelt. Der hat erst einen utopisch hohen Preis genannt, wir dann einen niedrigen. Er hat als Argumente gebracht, dass das gute Schuhe sind und wie biegsam und waschbar etc. – wir wollten aber nicht so viel zahlen. Im Endeffekt haben wir uns in etwa bei der Mitte geeinigt. Vermutlich wäre noch ein besserer Preis drin gewesen, aber wir sind trotzdem schon recht stolz auf uns!

Später wollten wir auch noch eine luftige, lustige Hose haben. Da wussten wir ja dann schon wie das geht und haben auch hier den Preis wieder ein bisschen gedrückt… Nun sind wir bestens ausgestattet mit Souvenirs, die hoffentlich noch in den Koffer passen (oh je und es ist erst der Anfang der Reise).

Gleichzeitig gibt es hier aber auch festgelegte und günstige Preise. Zum Beispiel kostet eine Fahrt mit dem Wassertaxi 20Cent. Auch unser Mittagessen und eine Schifffahrt zu der “Welt” hatten schon vorher einen festen Preis.
Die Schifffahrt zur Welt war jedoch nicht so besonders toll, da es in Dubai sehr diesig ist und man kaum Sicht hat. Von der Welt haben wir eigentlich nichts gesehen – hier würde sich ein Rundflug sicher besser eignen. Dafür hatten wir einen Blick auf die Skyline. Ein Gebäude sieht so ähnlich aus wie Big Ben, ob das wohl so beabsichtigt war?

Burj al arab
Burj Khalifa
links das Gebäude erinnert mich ein bisschen an Big Ben