Ein Tag auf dem Wasser

Santorini ist eine Vulkaninsel. Genau genommen handelt es sich hierbei um eine Gruppe von Inseln, wie ich heute gelernt habe. Mit dem Boot kann man die anderen Inselteile besichtigen.

Wir entschließen uns für eine Ganztagestour, die wir einen Tag im Voraus buchen. Wie das Wetter wird wissen wir da noch nicht: der Tag begrüßt uns mit einer weißen Nebelsuppe. Man könnte meinen das Meer existiert nicht mehr. In dem Dunst müssen wir die vielen Stufen runter zum alten Hafen in Fira laufen. Mehrmals kommen uns Esel entgegen, die die ersten Kreuzfahrtgäste nach oben tragen. Die ganze Treppe ist voll mit Eselkot und es stinkt von oben bis unten nach den Tieren. Wenigstens weht es auf einmal den Nebel davon und nach einem einminütigen Regenschauer haben wir endlich den erhofften Sonnenschein.

Am Hafen angekommen geht es dann mit einem alten Holzboot weiter.

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Unser Boot

In der Mitte von “Santorini“ liegt eine kleine Insel, die von den äußeren Inseln umgeben wird. Diese ist nicht bewohnt, sondern hier gibt es den Vulkankrater zu besichtigen. Aus dem tiefen Loch in der Insel dampft es ein wenig: Schwefel.

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Vulkankrater

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Vulkaninsel

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Blick von der Vulkaninsel zu den heißen Quellen

Wenn man auf die Vulkaninsel gehen möchte, muss man 2€ Eintritt zahlen.
Hier legen etliche Ausflugsboote an. Zum Aussteigen müssen wir über ein anderes Schiff klettern.

Anschließend fahren wir weiter zu den heißen Quellen. Da das Boot zu tief ist, müssen wir das letzte Stück vom Schiff aus hinschwimmen. Zum Glück ist das Meer noch nicht zu kalt. Die heißen Quellen findet man ganz einfach: entweder den anderen hinterher schwimmen oder dem wärmer werdenden Wasser folgen. Je brauner das Wasser wird, desto wärmer fühlt es sich an. Wirklich heiß ist es jedoch nicht (33°).

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Der Weg zu den heißen Quellen: wer sieht mich schwimmen?

Zum Mittagessen halten wir auf der anderen äußeren Insel Thirassia. Viel zu sehen gibt es nicht, wenn man nicht die knapp 400 Stufen nach oben laufen will. Uns ist es zu warm für den Aufstieg und der Eselritt hört sich auch nicht vielversprechend an, also bleiben wir unten am kleinen Hafen und essen im Restaurant direkt am Wasser.

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Thirassia

Wie überall auf Santorini laufen auch hier Straßenkatzen herum und suchen nach Futter. Eine darf sogar in unserem Restaurant betteln. An einer Ecke entdecken wir dann mehrere Katzen beim Essen. Wie es scheint spenden die Restaurantbesitzer hier die Essensreste, denn das was die Tierchen da fressen sieht mehr nach Spaghetti als nach regulärem Katzenfutter aus.
Generell scheinen die Essensreste gerne an Tiere weitergegeben zu werden. Das übrige Beilagenbrot fliegt zum Beispiel in hohem Bogen ins Meer.

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Straßenkatzen

Am Nachmittag geht es zurück nach Fira. Hier gibt es auch eine Seilbahn, die einen in zwei Minuten wieder nach oben befördert. Anstehen müssen wir nicht, da alle Touristen wieder runter und auf ihr Schiff fahren wollen.
Die Fahrt ist ganz schön holperig, aber allemal bequemer als zu Laufen.

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Fira vom Wasser aus - mit den langen Treppe n