Der 33 Stunden Tag

Heute Morgen in aller Frühe ging es los zum Flughafen. Da die Direktflüge unverhältnismäßig viel teurer waren, als Verbindungen mit einer Zwischenlandung, habe ich einen Flug über Amsterdam gebucht. So habe ich auch mal eine neue Airline (KLM) und zwei neue Flugzeugmodelle kennengelernt. Als Vielreisende finde ich KLM ok, aber gegen Emirates kann sie nicht ankommen: vor allem die Filmauswahl war so klein, dass ich bei den 11h Flug nur einen einzigen Film geschaut habe. Dafür war dann ja auch die Landschaft spannend. Wir sind direkt über Grönland geflogen und stundenlang war unter uns eine riesige Eisfläche mit Bergzipfeln, Wolken und Gletschern. Manchmal gab es auch Eisschollen zu sehen.

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Grönland

Nach der Landung gab es dann eine laaaange Schlange vor den Einreiseschaltern. Nach knapp zwei Stunden war ich auch endlich dran, um den Amerikanern meine Fingerabdrücke und einen Irisscan zu hinterlassen.
Da ich mir schon gedacht hatte, dass das Ganze etwas länger dauert, habe ich mir im Voraus einen Shuttlebus zum Hotel organisiert. Außer mir waren nur Amerikaner im Bus. Die kannten sich vorher auch nicht, haben aber alle gleich angefangen miteinander zu reden als würden sie sich schon lange kennen. Das ist vermutlich so die amerikanische Art, von der man schon gehört hat: immer offen und freundlich.
Bis ich dann in meiner Unterkunft angekommen bin, war es nach 15Uhr Ortszeit. Bis hierhin liegen schon 22 Stunden Reise hinter mir. Um den Jetlag nicht noch schlimmer zu machen, muss ich aber ausbleiben bis zum Abend. Die Entscheidung wird mir auch ganz einfach gemacht sobald ich das Zimmer betrete. Das sieht schon echt verlaust aus. Und für das Bett im Fünferzimmer ohne Bad muss man dann auch noch 40 $ blechen und sein Bett selbst beziehen. Dabei ist mir dann die kleine Kritzelei “bed bugs” an der Wand aufgefallen. Ganz klasse. Ich hoffe sehr, dass sich da nur jemand einen Spaß erlaubt hat und ich nicht morgen überall gebissen wurde 🙁

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Nachdem das Gepäck abgestellt ist, hält mich nichts mehr im Zimmer und ich laufe durch die nahegelegenen Straßen.
Vom Hostel aus hat man wenigstens Sicht auf die Golden Gate Bridge 😉
Bei meinem Spaziergang habe ich dann auch die Lombard Street, kurvigste Straße der Welt (?), gesehen. Hier müssen sogar Personen den Verkehr und die Touristen regeln. Scheint echt viele Touristen zu geben und vor allem auch mal wieder deutsche. Die reisen ja meistens da hin, wo ich auch bin. ^^
Außerdem sind mir schon Cablecars begegnet und ich war in einem amerikanischen Supermarkt einkaufen.
Am Anfang fand ich alles noch total ungewohnt hier und habe mich auch nicht so wohl gefühlt, aber mittlerweile blicke ich wenigstens beim Straßenverkehr halbwegs durch und kann eigenständig die Straßenseite wechseln. Die Fahrzeuge sehen übrigens genau so aus, wie ich sie mir vorgestellt habe: riesige Spritschlucker, alte Autos,  die coolen Trucks und auch ganz moderne und teure Fahrzeuge. Cool finde ich vor allem auch die Kennzeichen, weil da ja immer der Staat mit drauf steht.

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