Cinque Terre

Gestern ging es wieder weiter: mit dem Zug von Genua nach Vernazza. Auch hier wieder keine Durchsagen, also immer schön aufpassen, wo man gerade ist, damit man den Ausstieg nicht verpasst…
Gegen 11Uhr sind wir schließlich im zweiten der fünf Dörfer angekommen, zusammen mit gefühlten 1000 anderen Touristen. Als erstes wollten wir unsere Koffer loswerden, konnten jedoch erst ab 14Uhr auf unser Zimmer, also wurden diese provisorisch im Souvenirladen (alias Rezeption) abgestellt – dekorativ neben italienischen handgemachten Souvenirs. Die übrige Zeit haben wir dazu genutzt uns den Ort anzusehen, Pizza zu essen (wenn auch geplagt von etlichen Fliegen und Wespen) und eine Wanderkarte zu kaufen -was nicht so einfach ist, wenn der Verkäufer kaum englisch spricht. Wer in den Cinque Terre wandern will, braucht dazu einen Wanderpass. Diesen gibt es einmal nur zum laufen und einmal als Kombiticket mit Zug. Beides kann man für 1 oder 2 Tage bekommen. Wir wollten aber am ersten Tag nur wandern und am zweiten Tag den Pass mit Zug kaufen. Also habe ich gesagt, dass ich den Wanderpass für “today” kaufen möchte – woraufhin der Verkäufer schon totales chaos verbreitet hat, indem er verstanden hat, dass ich einen Pass für “two days” kaufen will. Irgendwann habe ich ihm vermitteln können, was ich für den aktuellen Tag haben will und mich damit zufrieden gegeben, am nächsten Tag halt erneut hinzugehen und einen weiteren Pass zu kaufen. Leider ist aufgrund von Instandhaltungsarbeiten der halbe Weg gesperrt, so dass nur noch die 2 Teilabschnitte mit der schlimmsten Steigung übrig geblieben sind.
Nachdem wir nun alles organisatorische erledigt hatten, durften wir endlich auf unser Zimmer. Ein einziges Zimmer hat einen Balkon und wir hatten das Glück dieses zu bekommen =). Nicht bedacht habe ich jedoch, dass man einen großen Kampf mit dem Koffer und den mords steilen Treppen auf sich nehmen muss, bis man endlich mal oben ist. Ohne Gepäck ist das Zimmer dann aber ganz gut zu erreichen und dank Kühlschrank kann man sich auch einigermaßen gut selbst versorgen anstatt jede Mahlzeit essen zu gehen.
Also haben wir uns dann ein Zugticket nach Monterosso (nördliches Ende) gekauft und sind dort mit dem Zug hingefahren. Von hier aus sollten es 3km Weg nach Vernazza sein, die mit 2Stunden kalkuliert wurden. Die ersten Meter waren noch ganz okay, dann kamen die Stufen. Viele, viele, unendlich viele Stufen nach oben. Die Qualität nicht gerade hoch. Manche Verrückten haben es zwar irgendwie mit Flip Flops geschafft, doch ich war heilfroh über meine Wanderschuhe. Bei dem anstrengendsten Stück stand neben den Treppen ein Getränkeverkäufer, der frisch gepresste Zitronenlimonade und frischen Limoncello verkauft hat. Scheinbar waren wir wohl langsamer als ein Durchschnittswanderer, vielleicht lag es aber auch an den kleinen Fotostops zwischendurch, aber wir haben definitiv mehr als 2Stunden gebraucht.

 Am frühen Abend sind wir jedoch trotzdem in Vernazza angekommen. Abends ging es dann noch mal los zum Fotografieren mit Beleuchtung.

Heute morgen wollten wir dann das trockene Wetter nutzen, um uns die restlichen 3 Dörfer anzusehen. Als erstes ging es nach Riomaggiore, dem südlichsten Dorf.  Danach haben wir uns Manarola angesehen. Hier fand ich die Ansicht von der Küste her sehr schön und dadurch ist es mit Vernazza in meine Top2 gekommen.

Zuletzt ging es nach Corniglia, dem einzigen Dorf, das weiter oben auf dem Berg liegt und nicht bis runter zum Meer führt.