Christchurch

Nun haben wir unsere letzte Station in Neuseeland erreicht: Christchurch.
Christchurch ist die größte Stadt der Südinsel und die zweitgrößte Stadt Neuseelands.
Wenn man hier jedoch viel Leben oder Hochhäuser erwartet, liegt man ziemlich falsch.
Die meisten Gebäude sind nur einstöckig. Im Stadtzentrum gab es 2010 und 2011 zwei sehr starke Erdbeben.
Das Beben 2011 hatte sein Epizentrum nur 3km vom CBD entfernt, deshalb hat es die Stadt sehr stark beschädigt.
Auch heute, drei Jahre danach, sieht es noch nicht ansatzweise gut aus.
Die meisten Gebäude stehen leer, andere werden gerade abgerissen.
Überall werden Straßenbauarbeiten durchgeführt und Rohre verlegt.
Unser Busfahrer hat uns erklärt, dass sich hier oftmals Hausbesitzer und ihre Versicherungen gestritten haben, ob ein Haus saniert werden kann und soll oder ob man es abreißen und neu bauen muss.
Oftmals waren sie sich da so lange unsicher, dass bis heute einfach nichts unternommen wurde.
Finde ich ziemlich unglaublich. Die Stadt macht auf mich einen sehr traurigen Eindruck und ich bin wirklich froh, dass wir sie bald wieder verlassen dürfen.
In Neuseeland gibt es nun mal nur zwei internationale Flughäfen, die von Emirates angeflogen werden, also mussten wir wohl oder übel hier einen Stop einlegen.
Die Alternative wäre gewesen wieder den ganzen Weg zurück nach Auckland zu fahren, aber das war es uns dann auch nicht wert…

Nun zu den schöneren Aspekten der Stadt. Es gibt eine Straßenbahn, die sogar wieder einen Teil der ursprünglichen Strecke fährt.
Das haben wir allerdings nicht gemacht, da unsere Kiwi-Dollars sich ganz rapide dem Ende neigen und wir kein neues Geld mehr für nur den letzten Tag abheben wollen.

Im Stadtzentrum wurden viele Ruinen offenbar abgerissen, denn hier stehen etliche Container rum.
Aus Schiffscontainern kann man sogar ein Einkaufszentrum bauen. Es heißt Re:STORE und sieht eigentlich aus wie ein kleines Kunstwerk.
Jeder Container hat eine andere Farbe und zusammen wirkt es wie eine freundliche Ansammlung von Boxen, die sich ein verrückter Künstler ausgedacht hat, statt einem Notbehelf.
In einem Container ist auch eine Bäckerei untergebracht. Die erste in Neuseeland, bei der wir Brezeln gefunden haben. Hätten wir ja gerne mal wieder gegessen, aber die hier sehen dann doch etwas weniger gut aus als daheim.
Stellenweise sind sie so dünn wie Salzstangen und dann soll man auch noch 3,50$ pro Stück zahlen.

Weiterhin gibt es auch einfach hübsche Stellen oder Straßenkunst zu beobachten.
Zum Beispiel haben wir eine Hauswand entdeckt, an der ein Mini Cooper aufgehängt war oder etliche gute Graffitis.

Morgen steht unsere nächste Flugetappe an. Zuerst geht es nach Sydney, von dort aus weiter nach Bangkok.
Hier werden wir einen weiteren Stopover einlegen, bevor es nächste Woche endgültig nach Hause geht.
Da wir ab jetzt kein Internet mehr haben werden, gibt es die nächsten Blogeinträge wieder nachträglich.