Akrotiri – Besichtigung der antiken Stadt

Die Wettervorhersage ist nicht berauschend, daher buchen wir spontan eine Bustour, die uns zu den archäologischen Orten der Insel bringt.

Der erste Stop ist auf dem höchsten Berg der Insel – mitten in den Wolken. Normalerweise hat man wohl von hier oben eine gute Aussicht über die ganze Insel, heute halt nicht.

Danach besichtigen wir ein kleines Dorf namens Megalochori. Hier wird Wein angebaut. Anders als in Deutschland wächst dieser hier ganz bodennah unf wird kreisförmig gezogen. So spenden die Blätter genug Schatten für die Trauben und der Wind hat nicht so viel Angriffsfläche.

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Weinanbau

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Megalochori

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Megalochori

Anschließend geht es weiter zur Ausgrabungsstätte Akrotiri. Vor etwa 3000 Jahren gab es hier einen Vulkanausbruch, durch den die ganze Insel Meter hoch mit Asche bedeckt wurde. Archäologen wussten bereits, dass es hier auf Santorini eine verschüttete Stadt geben muss, doch erst vor knapp 50 Jahren haben sie den Ort gefunden, als ein Esel nach starken Regenfällen bei der Feldarbeit mit dem Boden eingekracht ist. In dem Hohlraum wurde dann begonnen die antike Stadt freizulegen. Heute haben sie schon etliche Häuser, Gegenstände und Straßen ausgegraben und ein riesiges Dach darüber gebaut.
Im Gegensatz zu den Bewohnern von Pompeji hatten die Griechen genügend Zeit, um ihre Stadt rechtzeitig vor dem Vulkanausbruch zu evakuieren, da es mehrere starke Erdbeben gab, die etwas schlimmeres angekündigt haben. Deshalb hat man bis heute keine menschlichen Überreste gefunden.

Tipp: vorher einen internationalen Studentenausweis besorgen, denn damit kommt man kostenlos herein.

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Ausgrabung in Akrotiri

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Akrotiri

Nach der Geschichtsstunde wird es Zeit für eine Stärkung. Wir halten bei einer Taverne in Perissa. Hier probieren wir eine Vorspeisenplatte, um einen tieferen Einblick in die verschiedenen Gerichte zu erhalten. Dabei sind unter  anderem mit Reis gefüllte Weinblätter, Saganaki (frittierter Käse), Tomatenbällchen, Tsatsiki und eine griechische Wurst. Schmeckt und alles sehr gut und bildet eine solide Basis für die anschließende Weinprobe.
Wir verköstigen drei Sorten Santoriniwein. Zuerst beginnen wir mit den trockenen Weißweinen Assyrtiko und Nykteri. Zum Abschluss gibt es den süßen Vinsanto. Um den Vinsanto herzustellen werden die Trauben zwei Wochen nach der Ernte liegen gelassen und erst dann weiterverarbeitet. Die Trauben liegen auf warmem Gestein und so karamellisiert der Fruchtzucker bei der Verarbeitung und eine dunkle Farbe entsteht. Passend zur Weinprobe habe ich dann heute das nächste Wort griechisch gelernt: Jammás (Prost).

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Weinprobe mit Aussicht

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Santorini Wein